Offener Brief und Information zur Wanderneuerung

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Aufgrund des Schreibens unseres 2. Vorsitzenden vom 02.08.2021 haben wir das dringende Bedürfnis einige Dinge zum Thema Wanderneuerung richtig zu stellen und die Mitglieder über die aktuellen Daten und Fakten offen zu informieren, die unserer Meinung nach nicht klar aufgezeigt wurden. Damit möchten wir sicherstellen, dass jeder korrekt über das Thema Wanderneuerung informiert ist, falls es bei der Mitgliederversammlung im September zu einer erneuten Abstimmung kommen sollte.

Auf der Mitgliederversammlung vom 13.10.2020 wurde durch die Mitglieder folgender Beschluss-Antrag mehrheitlich beschlossen:

Der rechte Wandteil (Hersteller Hardwigsen) wird bis spätestens Ende 2021 modernisiert, falls von der Stadt Friedrichshafen bis zur nächsten Mitgliederversammlung, jedoch spätestens bis Juni 2021, keine schriftliche Zusage über die Höhe und den Umfang der Fördermittel für das geplante Alpinzentrum abgegeben wurde. Dazu dürfen bis zu 80.000€ aus den Rücklagen verwendet werden.

Meilensteine der Projektteam-Gruppe:

Zeitstrahl

Auszug aus dem Angebot Wanderneuerung:

Projektkosten (bei Interesse können mehr Details und weitere Informationen bei uns angefordert werden)

Investitionskosten:

 

Kommentare zu Abschnitten aus dem Brief von unserem Vorstand:

Zitat „Für die Umsetzung der Wanderneuerung/-austausch wurde eine Planungsgruppe gebildet und das Ergebnis dem Vorstand im Juni zur Umsetzung vorgelegt.

Wie dem obigen Zeitstrahl zu entnehmen ist, lag das erste Angebot für die Wanderneurung dem Vorstand bereits seit dem 16.03.2021 vor. Im Mai wurde uns seitens des Auftragnehmers eine 15%ige Preiserhöhung aufgrund der aktuellen Rohstoffknappheit angekündigt, wenn das Angebot nicht binnen einer Woche unterzeichnet wird.

Zitat: „Wie bereits zum „Bau Alpinzentrum“ geschrieben, haben sich mittlerweile die Bedingungen grundlegend geändert […]

Die Bedingungen für den Bau des Alpinzentrums haben sich unserer Meinung nicht grundlegend geändert. Vielmehr war den Mitgliedern bei der Abstimmung bewusst, dass die Planung und der Bau des Alpinzentrums auch direkt nach Ablaufen der im Antrag genannten Frist weiter gehen kann und wird. Auch verringert sich durch das ständige Hinauszögern die tatsächliche Nutzungsdauer immer weiter, ist aber mit mindestens mit 2,5 Jahren immer noch mehr als lang genug. Außerdem war der Beschluss-Antrag nicht an eine „voraussichtliche Nutzungsdauer“ geknüpft.

Zitat: „Mehrheitlich sieht der Sektionsvorstand, die nicht unerheblichen Kosten für die Wanderneuerung, nicht im Verhältnis zur voraussichtlichen Nutzungsdauer, da beim Verkauf der Halle, sämtliche Wände rückgebaut werden müssen.

„nicht unerhebliche Kosten“ ist ein sehr subjektiver Ausdruck. Wir haben daher zur Transparenz für alle Mitglieder die gesamten Projektkosten oben aufgeführt. Rechnen wir mit den 2,5 Jahren Nutzungszeit, basierend auf den Angaben aus dem Vorstandsschreiben, beläuft sich im schlechtesten Fall die jährlichen Kosten auf 14.584€ bis die neue Halle steht.

Zum Punkt Nutzungsdauer ist außerdem anzumerken, dass der Vorstand in der Vorstandssitzung vom 13.07.2021 entschieden hat, die Umsetzung des Mitgliederbeschlusses bis zur nächsten Hauptversammlung auszusetzen. Zu diesem Zeitpunkt lagen noch keinerlei Angebote bzw. Zeitpläne des Generalunternehmers vor. Eine voraussichtliche Nutzungsdauer war zu diesem Zeitpunkt daher noch gar nicht bekannt. Je länger der Vorstand das Projekt nun weiter verzögert, um so kürzer ist die tatsächliche Nutzungsdauer.

Ein evtl. notwendiger Rückbau der Wände ist unabhängig von der Wanderneuerung. Außerdem wäre es wie bereits oben beschrieben möglich, Teile der Wand für den Kinderbereich in der neuen Halle zu übernehmen.

Zitat: „Als Vorstand haben wir eine große Verantwortung gegenüber den Mitgliedern, was die Verwendung unserer Mitgliedsbeiträge betrifft und diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst, auch wenn dies bedeutet, dass Mitgliederbeschlüsse, nicht Beschlusskonform umgesetzt werden.

Das Vereinsrecht sieht die Mitgliederversammlung als das höchste Organ eines Vereins an. Unsere Satzung räumt dem Vorstand daher auch kein Recht ein, eigenständig gegen einen gültigen Mitgliederbeschluss zu entscheiden. Wir fordern daher den Vorstand auf, seiner Verpflichtung gegenüber seinen Mitgliedern nachzukommen und deren mehrheitlichen Beschluss unverzüglich umzusetzen. Jede weitere Verschiebung hat zur Folge, dass der Umsetzungstermin in 2021 nicht mehr gehalten werden kann und somit klar gegen den Mitgliederbeschluss verstößt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Joschua Morgenroth (Projektleiter) und Rainer Hildebrand (Mitglied Projektgruppe)