Geschichte Lankhütte

Geschichte der Lankhütte

Aus dem Sektionsarchiv - Geschichte:
Die Lankhütte ist klein aber schmuck. Freilich war sie's nicht gleich von Anfang an - denn viel ist an ihr gearbeitet, verbessert und erweitert worden seit 1943. So lange ist sie schon im Sektionsbesitz.

Es war ein Glücksfall daß es den damaligen Beiratsmitgliedern Hugo Schradin, Eugen Staudenmayer und Willi Förstner gelungen ist, die von der Familie Josef Ritter, Markdorf, im Jahre 1943 zum Kauf angebotene kleine Hütte am Lank/Bödele in den Sektionsbesitz zu bringen. Vor allem mußte ein hartgesottener privater Mitbewerber aus dem Feld geschlagen werden. Fast wäre es noch deswegen zu einem Prozeß gekommen. Das ist den Akten des Sektionsarchives zu entnehmen.

Am 16 März 1943 konnte der damalige Vorsitzende Dr. Ludwig Dürr glücklicherweise seine Unterschrift unter die Auflassung setzen. wobei er zur Sicherung der Finanzierung bereit gewesen wäre, eine Bürgschaft zu übernehmen, ebenso Hugo Schradin. Namhafte Spenden von Firmen unserer Stadt machten dies jedoch nicht notwendig.

Die Hütte in landesüblicher Holzbauart wies 24 qm Grundfläche auf, sie war 1 1/2stöckig und hatte einen Aufenthaltsraum sowie einen Schlafraum für 8 Personen. Sie befindet sich auf einem 407 qm großen Grundstück mit etwas Waldbestand. So die Beschreibung aus der Zeit des Kaufs. Die Hütte liegt in 1250 m Höhe am Waldrand mit freiem Blick zum Lank. Vom Bödele aus ist sie in knapp einer halben Stunde zu erreichen. Praktisch direkt vor der Haustür liegt das beliebte Skigebiet vom Hochälpele und Lank. Im Sommer dient das Hüttchen als Ausgangspunkt für prächtige Waldwanderungen oder weitläufige Touren bis in 1830 m Höhe (Mörzelspitze mit dem interessanten Laubach-Grätle).

Leider war zunächst die Freude nur von kurzer Dauer, denn ab 1945 konnte die Sektion ihre eben erworbene Lankhütte nicht mehr benutzen. Acht Jahre galt es auszuharren.bis man sie wieder in Besitz nehmen konnte. Und in welchem Zustand! Ohne Tür und Fenster, ohne Inventar, dafür mit um so mehr Schmutz und Exkrementen.

Der erste Hüttenwart, Direktor Eugen Staudenmayer, wurde jedoch mit all diesen Widrigkeiten fertig. Hiesige Firmen waren zu Spenden bereit. viel Eigenarbeit wurde geleistet, das Wasserrecht gesichert, eine Hüttenordnung aufgestellt und neues Leben zog in die Hütte ein. Teure Urlaubsaufenthalte im Ausland konnte sich in jener Zeit kaum jemand leisten.Übrigens hatte Ingenieur Werner Rausch bereits im Mai 1943 Um- und Ausbaupläne erstellt, die aber nicht mehr verwirklicht werden konnten.

Als der hochverdiente Hüttenwart Eugen Staudenmayer plötzlich verstarb, mußte Sektionsvorsitzender Münch einen Nachfolger suchen und fand ihn in Ernst Hörenberg ab dem 29. November 1958. Ernst Hörenberg blieb dieser Aufgabe 20 Jahre, bis 1978 treu. Er belieb es keineswegs beim Verwalten der Hütte, sondern er verbesserte und erweiterte und ergänzte über all die Jahre hindurch, so daß er das kleine Refugium als ein echt schmuckes Hüttchen seinem Nachfolger übergeben konnte. Eine lange Reihe gäbe es, wollte man im einzelnen aufzählen. was Ernst Hörenberg alles für die Hütte getan hat. von den Wolldecken. Matratzen bis zur Wasserversorgung. Ein sehr gelungener Aus- und Umbau mit einer gründlichen Fundamentierung und Sanierung (im Sinne der Sanitäreinrichtungl in den Jahren 1978 und 79 waren der Schlußpunkt seines verdienstvollen Wirkens.

Ernst Hörenberg hat im Jahr 1978 selbst den Nachfolger gefunden und zwar Walter Hauser. Er hat seine Aufgabe ebenfalls mit Fleiß, Umsicht und Initiative bis zu Jahr xxxx ausgeübt. Denn bereits fünf Jahre nach seiner Amtsübernahme schlug er vor. an der Hütte einen Windfang anzubringen. um eine Ski-. Schuh- und Kleiderablage zu gewinnen. Zugleich sollte dabei eine Sitznische . etwas wind- und regengeschützt herausspringen. Architekt Eugen Benninger machte die Pläne dazu, datiert mit 27. Juni 1983. Es war notwendig, mit dem Grundstücksnachbarn (Agrargemeinschaft Otto Hämmerle's Erben) einen Grundstückstausch zu arrangieren, weil die bisherige Grundstücksgrenze vor dem Haus keine Baumaßnahmen mehr zu ließ. Die anderen Anrainer Germana und Emma Maier, Schwarzenberg. waren damit einverstanden. Nach diesen Vorbereitungen setzte Walter Hauser seinen Vorschlag zusammen mit manch tüchtigem Helfer aus den Reihen der Sektion und großzügigen Spendern um. So ist das Hüttchen nochmals verschönert und wohnlicher geworden. Die Berg- und Skiausrüstungen müssen nicht mehr mit in die Stube und in die Schlafräume genommen werden.