Selber planen statt hinterherlaufen.


Am Samstag machten wir einen kleinen Ausflug auf den Gletscher um zu schauen wie die Gruppe harmoniert und um die Verhältnisse vor Ort einzuschätzen. Dieser Ausflug endete schon früh am Nachmittag nachdem man ein paar Laufübungen im Eis gemacht hatte. Eine Regenfront war aufgezogen, die zur schnellen Rückkehr zwang. Von dem Regen war gegen Abend zwar nicht mehr viel zu sehen, aber so konnten wir uns von den Backkünsten der Hüttenwirtin überzeugen und etwas die Aussicht geniessen. Nebenbei wurden immer wieder theoretische Inhalte über Hochtouren besprochen. Am Abend wurde dann die Tour auf den Großen Löffler ausgearbeitet.
Bei der Planung gab es schon viel Überlegungen wie die Verhältnisse in den höheren Lagen wirklich aussehen. Nach einem frühen Start ging es los und wie am Abend vorher vermutet musste viel im Schnee gespurt werden. Weiter oben erwarteten uns dann Wind und Nebel. Letzterer hob sich auch immer nur gerade so kurz, dass der Weg einsehbar war und die nicht abgebrochen werden musste. Auch auf dem Gipfel hatte das Wetter keine einsehen und statt Sonne und Aussicht gab es nur ein vereistes Gipfelkreuz. Deswegen blieben wir auch nicht zu lange oben, sondern machten uns schnell auf den Rückweg Umso schöner der Moment als sich im Abstieg wieder die Sonne zeigte. So hatten wir auch noch einmal die Möglichkeit den Standplatzbau im Eis zu üben. Danach ging es auf die Hütte wo wir die Tour beim wohl verdienten Essen auswerteten.

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Am Montag ging es dann nicht noch einmal los, aber auf den Balko und an die Seile. Die Spaltenbergung wollte geübt werden. Aber nicht nur das. Viele Knoten und Seiltechniken wurden dabei gelernt, besprochen und fleissig geübt. Nach einem letzten Kaffe und leckeren Kuchen ging es dann auf den Rückweg nach Friedrichshafen, wo schon die nächsten Touren geplant wurden. Das Rüstzeug dazu ist jetzt allen gegeben.