Skitourenkurs 2020

Los ging's Freitag Morgen und wegen Schneemangel erfolgte der erste Teil des Aufstiegs mit der Bahn bis zur Mittelstation am Didamskopf. Die markierten Pisten waren noch nicht verlassen wurde schon der Umgang mit dem LVS Gerät geübt: Wie schalte ich das Gerätefunktionen ein und was steht auf dem Display und was sind Feldlinien. 

Auf dem Weg zum Neuhornbachhaus ließ die erste Spitzkehre nicht lange auf sich warten und manch einer musste erst Vertrauen zu den Steigfellen gewinnen. Kaum war die Hütte erreicht, wurde bis zum Einbruch der Dunkelheit in kleinen Gruppen weiter intensiv an der Verschüttetensuche geübt. 80 cm Schneehöhe und die neuen Suchpads sorgten für realistische Bedingungen und gute Trefferquoten. Nach einem leckeren Essen gab’s bei Jörgs Materialkunde viele Antworten und interessante Sichtweisen an den perfekten Tourenstock.

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Der Samstag stand im Zeichen von Tourenplanung, Spuranlage und Beurteilung der Lawinenlage. Einige Zentimeter Neuschnee sorgten für die eine und andere beschwingte Abfahrt. Das Thema Schneedeckenaufbau wurde nach dem Essen nochmals vertieft, hatten doch beide Gruppen in unterschiedlichen Hangexpositionen ein Schneeprofil gegraben.

Der Sonntag begann bereits sehr früh. Einer sterneklaren Nacht, Vollmond und ein paar Bier am Abend geschuldet, führten uns zum Sonnenaufgang auf den Hausberg. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte das neu erlernte Wissen auf dem Weg zum Steinmandl vertieft werden. Ein gestelltes Lawinenszenario sorgte zwischendurch für erhöhten Puls, wurde aber mit Bravur gemeistert. Wie wichtig die richtige Einweisung des Hubschraubers ist, sollten wir drei Stunden später erfahren. Es ist zum Glück nichts ernsthaftes passiert und wir können auf einen lehrreichen Kurs zurückblicken.

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Text und Bilder: Peter Schäfer