Filmabend von und mit Gerhard Baur

Der renommierte Bergfilmer zeigt seine Filme „Die Höfats“ und „Eiger Nordwand“ am 01. Dezember 2011 um 20:00 Uhr im Graf-Zeppelin-Haus.

baurGerhard Baur ist Regisseur, Kameramann, Produzent und Bergsteiger in einer Person. Er hat den Bergfilm in den letzten 35 Jahren entscheidend geprägt. Die Verfilmung der Eiger Nordwand- Tragödie von 1936 machte ihn weltberühmt. Über 70 Filme hat er gedreht und etwa 50 Auszeichnungen erhalten. 2002 erhielt er den „Oskar „ des Bergfilms für sein Gesamtwerk: den großen Preis der internationalen Allianz für Bergfilm (IAMF), dem Zusammenschluss der 14 weltweit bedeutendsten Bergfilmfestivals.

In Gerhard Baurs Filmen stimmt das kleinste Detail – von der in der jeweiligen Zeit benutzten Bekleidung und Ausrüstung über die damals gebräuchlichen Sicherungstechniken bis hin zum Schneesturm, den eisverkrusteten Felsen, Seilen oder Bärten und den im Sturm herrschenden Lichtverhältnissen. Seine Filme vermitteln dem Zuschauer, was Bergsteigen bedeutet, zeigt dessen Reize, aber auch die möglichen katastrophalen Folgen.

Die Höfats

Es ist ein einmaliger Berg, steil und zackig - und trotzdem grün und blumenübersät bis oben hin. Eine Berggestalt, die weltweit so kein zweites Mal zu finden ist. Darum gilt sie auch als Wahrzeichen der Allgäuer Alpen. Die „Königin der Grasberge“ hat schon manchen Bergsteiger abgeschüttelt, der, bei der Suche nach den weißen Sternen des Edelweiß, zu forsch in die senkrechten Blumenwiesen aufgestiegen ist. Der Film zeigt die Vielfalt und Lebensbedingungen der Pflanzen und Tiere im Verlauf eines Jahres auf diesem einmaligen Berg.

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„Eiger Nordwand – durch das Tor des Scheiterns“

Er wollte etwas Außergewöhnliches leisten und musste mit dem Scheitern leben. Die Bezwingung der Eiger Nordwand sollte die Erfüllung seines größten Wunschtraumes sein. – Doch nirgendwo sonst liegen Glück und Verzweiflung so dicht beieinander wie in den Bergen.

Es ist die Geschichte des jungen Allgäuer Kletterers Thomas Burger und seines Freundes Holger Wendel, die 1983 am Eiger den Abgrund zwischen Leben und Tod kennen lernten, die ein Drama überlebten, das in der Presse als das „Wunder in der Eiger Mordwand“ bezeichnet wurde.

Von einer unglaublichen Begeisterung getrieben träumten die beiden 18 und 19 Jahre alten Schüler von einem Leben mit und in den Bergen. Doch ein Wettersturz, mitten in der Wand, zerstörte jäh ihre Wünsche und Hoffnungen. Verzweifelt kämpften sie, lebend dem Inferno zu entrinnen.
Sie waren ohne viel Aufhebens heimlich in die Wand eingestiegen, niemand wusste Bescheid und niemand suchte nach ihnen.

Zwanzig Jahre danach erzählt Thomas Burger über das Drama, das sein Leben völlig verändert hat. Beim Klettern hatten sie die Erfüllung ihres Lebens gefunden und plötzlich mussten sie sich mit dem Sterben, dem Tod auf eine sehr nüchterne, natürliche Weise auseinandersetzen. Er spricht von seiner Erfahrung, im Scheitern eine Chance für ein neues Leben zu sehen und in der Vielfalt der Möglichkeiten den Wert des Bergsteigens neu zu entdecken. Es ist das Porträt eines jungen Menschen, der beim Bergsteigen sein Lebensglück, sein Lebensdrama und Lebensweisheit erfährt.

Eintrittspreise

Erwachsene Mitglieder 5,- Euro
Erwachsene Nichtmitglieder 10,- Euro
Jugendliche1 Mitglieder 3,- Euro
Jugendliche1 Nichtmitglieder 5,- Euro
  1. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre.