Lawinenunfall im Wallis

Die Verunglückten waren mit sechs weiteren Personen in einer Gruppe der Sektion Friedrichshafen des DAV unterwegs. Bei den Verunglückten handelt es sich um drei Männer aus dem Raum Friedrichshafen; zwei der Verunglückten (34 und 47 Jahre alt) kommen aus Immenstaad, ein Verunglückter (56 Jahre) aus Kressbronn.

 

Zum Unfallhergang:
Nach bisherigem Sachstand startete die Gruppe in Ayer im Val d’Anniviers, um den Gipfel des L’ Omèn Roso ( 3031 m) zu besteigen. Bei der Querung eines Hanges oberhalb des Geländepunktes „Tsahelét“ (2523 m) ging trotz Einhaltung von Sicherheitsabständen eine Lawine ab und verschüttete sieben Skibergsteiger. Nach Aussagen der Rettungskräfte handelte es sich um eine riesige Lawine mit einer Länge und Breite von je 500 m. Zum Unfallzeitpunkt herrschte in dem Gebiet Lawinenwarnstufe 2 (mäßig) bis 3 (erheblich) auf der insgesamt fünfstufigen Skala. Von der 9-köpfigen Gruppe wurden zwei Personen nicht verschüttet, eine Person teilverschüttet und sechs Personen vollständig verschüttet. Die nicht Verschütteten konnten ihre Kameraden sehr schnell orten und bis zum Eintreffen der organisierten Rettung alle Betroffenen zumindest weitestgehend aus der Lawine befreien. Die hinzugerufene Bergrettung (Rega) übernahm dann die Bergung und den Abtransport ins Tal. Trotz der hervorragenden Reaktion und der schnellen Bergung sind drei Tote zu beklagen, ein vierter Skibergsteiger wurde leicht verletzt.