Wir müssen handeln. Jetzt!

26.10.2019, 18:30 Uhr

Die Jubiläums-Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist vorbei. Anlässlich des 150. Geburtstages fand die Hauptversammlung am Gründungsort München statt. Mehr als 800 Delegierte aus 357 DAV-Sektionen haben an der Tagung des größten Bergsportverbandes der Welt teilgenommen. Weitere 250 Gäste waren bei den Feierlichkeiten im Rahmen und am Rande der Hauptversammlung dabei. Gastge-berinnen waren die DAV-Sektionen München und Oberland.

Am Freitag, 25. Oktober, gab es einen Festakt, und am Samstag, 26. Oktober, fand die Arbeitstagung statt. Ein Thema stand an beiden Tagen im Mittelpunkt: Der Klimaschutz. In seiner Festrede am Freitag richtete DAV-Präsident Josef Klenner einen klaren Appell an die Delegierten: "Wir stehen in der Mitte der Gesellschaft. Bei der Entwicklung des Bergsports und beim Klimaschutz haben wir die Chance, ganz vorne dabei zu sein. Lassen Sie uns diese Chance nutzen!"

Wir müssen handeln. Jetzt!

Das mit Abstand am breitesten diskutierte Thema der Hauptversammlung war der Klimawandel. Dazu hat der Alpenverein drei Entscheidungen getroffen: Er hat erstens eine Resolution verabschiedet, die sich an die Politikerinnen und Politiker in Deutschland wendet und sie zu einer konsequenteren Klimapolitik auffordert. Wörtlich steht da: "Die Zeit des Zauderns ist vorbei, wir müssen handeln. Jetzt!" Der gesamte Text der "Resolution für eine konsequente Klimapolitik" steht ganz unten im Downloadbereich.

Zweitens hat der DAV eine Selbstverpflichtung zum Klimaschutz verabschiedet. Darin fordert er konkrete Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und Sektionenebene, und zwar im Hinblick insbesondere auf seine Infrastruktur und den Mobilitätsbereich. Der entsprechende Text steht ebenfalls im Downloadbereich.

Drittens hat sich der DAV für eine Klimaschutzabgabe entschieden. Ab 2021 soll pro Vollmitglied und Jahr 1 € in einen Fonds fließen, aus dem Klimaschutzprojekte in den Sektionen, Landesverbänden und im Bundesverband finanziert werden. Bei 1,3 Mio. Mitgliedern macht das rund 1 Mio. € pro Jahr aus, weil verschiedene Beitragsermäßigungen berücksichtigt werden müssen.

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