Respektiere Deine Grenzen !

 

Sport treiben. Am besten an der frischen Luft und in der freien Natur. Das ist gesund, hält fit und macht auch noch Spaß. Das ist ein klares JA! zum Leben. Und da sollte – das verlangt schon der Sportgeist – auch das Leben der Pflanzen und Tiere mit eingeschlossen sein, für die unsere „Natur-Sportplätze“ im Land der Lebensraum sind.

Natürlich bleibt unser sportliches Treiben nicht ohne Auswirkungen auf unseren Wald, auf die Pflanzen- und Tierwelt und nicht immer sind diese Wechselwirkungen wünschenswert. Nicht für die Natur und letztendlich auch nicht für uns Sportler. Hier tut Aufklärung not. Wir Sportler sollen informiert und sensibilisiert werden fürs Thema.

Diese Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vielen Sporttreibenden, die die Natur als „Sportplatz” schätzen, einen respektvollen Umgang mit ihr nahezubringen. Dabei sollen nicht etwa Verbote und erhobene Zeigefinger im Vordergrund stehen. Vielmehr sind Informationen über Zusammenhänge (wie den zwischen gehetztem Wild und zerstörtem Wald) und Hintergründe die Wurzel zum langfristigen Erfolg. Es soll Verständnis geweckt und für Rücksicht geworben werden. Und das Ganze im Rahmen einer umfangreichen landesweiten Aufklärungskampagne.

 Respektiere Deine Grenzen - das ist also nicht etwa der sicherlich gute Rat, sich sportlich nicht über die Maßen zu fordern. Sondern vielmehr ein ebenso gut gemeinter wie dringlicher Appell an Skifahrer, Snowboarder, Downhillracer und andere Natursportler, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zu respektieren und deren Schutz- und Schonregionen zu achten – also zu meiden.aldschäden in zunehmendem Ausmaße

Durch die hervorragenden Schneeverhältnisse der vergangenen Winter begünstigt, haben mehr Wintersportler als sonst die befestigten Pisten in den Skigebieten verlassen. Und so manche Waldabfahrt hatte dabei Auswirkungen, an die die Skifahrer und Boarder sicher oft nicht gedacht und die sie wohl oft auch nicht gewünscht haben. Dass der Jungwald die Kanten der Wintersportgeräte fürchtet, hat sich bei vielen Wintersportlern – unter Einheimischen wie Gästen - bereits herumgesprochen. Da wurde auch bereits Aufklärungsarbeit geleistet. Die im Frühjahr 2010 festgestellten Waldschäden von nie dagewesenem Ausmaß wurden jedoch größtenteils vom Wild verursacht – zumindest direkt. Indirekt dann aber doch wieder von den Sportlern, die durch ihr massives Auftreten abseits der Pisten das Wild aufgescheucht, es von seinen Wegen zwischen den Futterplätzen abgedrängt und so zum Verbiss an den Bäumen gebracht haben.

 

(Erste Presseinformation zur Kampagne „Respektiere deine Grenzen“)

Claudia Huesmann