Traumhafte Frühjahrsskihochtour auf den Piz Kesch

 

Ziel war es am nächsten Tag von der Hütte aus startend zuerst über den mäßig steilen nordseitigen Gletscher zum Fuße des Gipfelaufbaues zu gelangen um dann weiter über den Normalaufstieg zum Gipfel.

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Um 04:15 Uhr am Sonntag klingelte der Wecker und die kurze Nacht war vorbei. Schnell waren alle gerichtet, hatten gefrühstückt und bereit mit ihren Skiern und der notwendigen Touren Ausrüstung in Richtung Gipfel aufzubrechen.

Ein Sternklarer Himmel und tiefe Minusgrade begrüßte die Gruppe vor der Hütte. Letzte Instruktionen der beiden Tourenleiter, dann die Stirnlampen an und die Gruppe zog Richtung Gipfel.
Mit den ersten Sonnenstrahlen erreichte die Gruppe das Skidepot. Schnell waren die Steigeisen angezogen und der Eispickel aus seiner Halterung am Rucksack genommen.

Dank perfekter Bedingungen beim Aufstieg wurden die steilen Trittschneehänge schnell überwunden und so stand die Gruppe nach gut drei Stunden Aufstieg von der Keschhütte auf den Gipfel.

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Belohnt wurde sie mit einer großartigen Aus- und Fernsicht. Nach einer kurzen Rast hieß es dann den Abstieg anzutreten.
Hier wurde von allen Teilnehmern nochmals volle Konzentration abverlangt um die steilen Passagen und schmalen Querungen zum Skidepot im Schnee sicher zu meistern. Die „Schlüsselstelle“ konnte dabei nur durch Abseilen sicher überwunden werden, was bei dem einen oder anderen Teilnehmer das Adrenalin in die Adern trieb.

Nachdem die Gruppe wieder auf ihren Skiern stand, wurde der Rückweg angetreten. Über sanfte unberührte Pulverschneehänge ging es in Richtung Tal. Ein langer Gegenanstieg in der Mittagssonne zehrte mächtig an den Kräften und so waren alle froh als sie endlich das letzte Joch vor der Abfahrt zum Ausgangspunkt erreichten.

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Nach insgesamt 1.600 Höhenmetern erreichte die Gruppe am frühen Nachmittag erschöpft aber glücklich Sertig.

Text: Jörg Zielke
Bilder: Sebastian Schmidt