Am ersten Wochenende des Januars hieß es für 19 Teilnehmer und 3 Guides ab auf das Neuhornbachhaus für den diesjährigen Skitourenkurs. Am Freitagvormittag nahm die gemischte Truppe von Jung bis Erfahren, Männlein und Weiblein, Anfänger und Fortgeschrittene die 850 hm vom Parkplatz bis zur Hütte unter die Felle. Aufgrund der doch recht hohen Lawinenstufe im Lawinenlagebericht führte je ein Guide ein Drittel der Truppe in Sicherheitsabständen zur Hütte. Der Tag wurde mit Theorie zur allgemeinen Ausrüstung, zum Lesen des Lawinenlageberichts und zur Lawinenverschüttetensuche bei Bier und Abendessen beendet.

Am Samstagvormittag folgte das praxisorientierte Training zur Verschüttetensuche in verschiedenen Stationen, am Nachmittag folgte eine kurze Skitour in den drei unterschiedlichen Gruppen. Den Abschluss am Abend bildete die selbstständige Tourenplanung für den Sonntag unter fachkundiger Anleitung des jeweiligen Gruppenguides.

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Bei unerwartet viel Neuschnee führte der DAV Friedrichshafen am dritten Advent eine Lawinen-Ausbildung durch. 
25 TeilnehmerInnen wurden von neun Fachübungsleitern in kleinen Gruppen betreut. Für Anfänger lag der Schwerpunkt
auf der Bedienung ihres LVS-Gerätes. Für die Fortgeschrittenen wurde ein Lawinenabgang auf Tour inszeniert. Zwei
"Verschüttete" mussten von der Gruppe unter Zeitdruck selbstständig geortet und ausgegraben werden. Trotz der
Ernsthaftigkeit und den kalten Temperaturen war die Stimmung gut. Nicht zuletzt dank einer gemütlichen Alm zur
Mittagspause.

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Bei traumhaftem Kaiserwetter mit stahlblauem Himmel und reichlich Schnee starteten am Samstagmorgen sechs Mitglieder der Sektion Friedrichshafen des Deutschen Alpenvereins e.V. mit ihren zwei Tourenleitern von Sertig im Sertigtal, bei Davos gelegen über den Sertigpass in Richtung Kesch Hütte am Fuße des gleichnamigen Gipfels. 

Der Piz Kesch ist mit 3.417,7 m ü. M. der höchste Berg der Albula-Alpen und der Gemeinde Bergün in der Schweiz. Mit einer Schartenhöhe von mehr als 1500 Meter gehört er zu den so genannten Ultra Prominent Peaks. Dank seiner zentralen Lage ist er einer der aussichtsreichsten Berge der Bündner Alpen und deshalb oft besucht. Die Weitsicht reicht von den Ötztaler Alpen, die Grödner Dolomiten, den Ortler und den Adamello über die Berninagruppe bis zu den Walliser und Berner Viertausendern.

Da es sich hier nur um eine Halbtageswanderung handelte, fand sie ausnahmsweise am Samstag statt, wobei die Abfahrtszeit mit 10:00 Uhr DAV Heim human gewählt war. Trotzdem fanden sich nur drei Unentwegte, die diesen "Spaziergang" machen wollten.

Ein Vorteil der späten Abfahrt war, dass wir nach dem größten Winterreiseverkehr in die Skigebiete ohne größere Probleme durch Bregenz und St. Margarethen bis hinauf nach Walzenhausen dem Startpunkt der heutigen Wanderung kamen.

Schuhe geschnürt, Rucksack geschultert und schon konnte es los gehen.

Der erste Teil der Wanderung führte gleich auf einer schmalen asphaltierten Straße leicht bergan, kurz unterbrochen durch eine kleine Treppe mit der man ein paar Serpentinen der Fahrstraße umgehen konnte. Da ein Teil des normalen Wanderweges noch unter einer unberührten Schneedecke lag, machten wir einen kleinen Zusatzschlenker, kamen aber sehr schnell wieder auf unsere ursprüngliche Wanderroute zurück.

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Walzenhausen lag nun schon unter uns und von nun an ging es nur noch durch bzw. an einzelnen Gehöften vorbei. Die asphaltierte Straße war nun nicht mehr wie anfangs geräumt sondern nur gewaltzt worden, und der Schnee glizerte im Sonnenlicht.

Um ein Haar hätten wir die Abzweigung verpasst, denn jetzt führte unsere Wanderung ein kurzes Stück auf einem zum Glück von früheren Winterwanderen ausgetreten schmalen Trampelpfad bergauf bis wir komplett auf der Anhöhe angekommen waren. Von hier hatten wir einen wunderbaren Blick zurück ins Rheintal und ein bisschen weiter vorne dann auf den Hohen Kasten und Säntis.

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An einem einzelnen, etwas erhöht stehenden Baum machten wir eine kurze Trinkpause bevor wir zum Endspurt ansetzten. Doch obwohl wir recht zügig unterwegs waren blieb uns noch genügend Zeit uns an der Landschaft zu erfreuen und über die eine oder ander Kleinigkeit am Wegesrand zu schmunzeln, Da waren die Pfauen, die sich als wir uns näherten kreischend auf das Vordach eines Altenheims flüchteten, dort ein Katze die sich auf dem Sims eine fensterlosen Hauses sonnte.

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Der letzte Teil unsere heutigen Wanderung führte dann auf dem Witzweg entlang nach Heiden, wo wir noch gemütlich Kaffee tranken und Kuchen aßen bevor wir mit dem Bus nach Walzenhausen zurückfuhren.