Wanderung auf dem Bodenseekreis-Jubiläumsweg von Heiligenberg nach Markdorf am Sonntag, den 27. September 2015

Am Sonntagmorgen trafen sich 13 entschlossene Wanderer, darunter einige neue Gesichter, um die längste Etappe des Jubiläumsweges (22 km) von Heiligenberg nach Markdorf in Angriff zu nehmen.

Ausgangspunkt war der Parkplatz in Heiligenberg. Es war ein strahlend schöner Herbsttag, aber ein starker Wind pfiff uns um die Ohren und rauschte in den Baumkronen. Wir mummelten uns in unsere Anoraks und steuerten unser erstes Ziel Betenbrunn an, wo wir die reich geschmückte Wallfahrtskirche besichtigten.

Kurze Zeit später erreichten wir den höchsten Punkt der Wanderung, nun ging es stetig bergab ins Deggenhausertal, durch verstreute Bauernhöfe zwischen Kuhweiden und Streuobstwiesen. Neugierig kam das Jungvieh, um die seltsamen Gäste zu betrachten. Im Windschatten eines alten Bauernhofes machten wir Rast und ließen uns unser Vesper schmecken.

Kurz vor Lellwangen begeisterte uns eine Herde Alpakas, in den Farben schwarz, weiß und braun mit Jungtieren. Die Alttiere waren geschoren bis auf einen Kopfputz, was recht lustig aussah.

Lellwangen besteht fast nur aus Bauernhöfen, meist mit schmucken Fachwerkhäusern. Dort schüttelte der Wind die Walnüsse von den Bäumen, die fleißig gesammelt wurden.

Von Lellwangen nach Untersiggingen folgten wir einem Stück des Franziskusweges. Ab Untersiggingen ging es auf einem Sträßchen bergauf zum Gehrenberg über den Winkelhof und Harresheim.

Den Gehrenbergturm schon in Sichtweite und die Beine schwer bogen wir nach rechts ab Richtung Wendlingen, um am Linzgaublick unsere weite Wanderung zu überblicken. Wir glaubten kaum welche Strecke wir zurückgelegt hatten, so weit entfernt war Heiligenberg.

Auf einem Fußpfad am Abbruch vorbei erreichten wir endlich den Gehrenbergturm. Dort wurden unsere 4 Fahrer abgeholt und zurück nach Heiligenberg gebracht, um ihre Pkw zu holen.

Aber wir mussten noch den steinigen, steilen Fußweg vom Gehrenberg absteigen. Jetzt spürte man die Beine und Knie erst recht. Alle waren froh, den Marktplatz in Markdorf erreicht zu haben.

Bis die Fahrer kamen, ließen wir es uns in der Eisdiele bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Vielen Dank an Inge und Ernst für diese zwar anstrengende aber gut organisierte, erlebnisreiche Tour.

Karin Kiel