Bergtour zur Hohen Kugel, 1.645 m, am Samstag, 12. September 2015

Es war eine gute Entscheidung von Ernst Webinger, unserem Tourenleiter, den Termin von Sonntag auf Samstag vorzuverlegen. So konnten wir, Ernst und 7 Wanderinnen!, bei herrlichem Wetter die Bergfahrt auf den Karren und die schöne Aussicht genießen. Wir hatten Das „Marendkärtle“ gelöst, das uns am Ziel schon mal eine Brotzeit sicherte (Marend lt. Duden: Zwischenmahlzeit).

Um ca. 10.15 Uhr starteten wir auf abwechslungsreichem Weg, vorbei am Staufen, Richtung Schuttannen, nach kurzer Trinkpause ging es weiter zwischen Bocksberg und Löwenzähnen zur Hinterbergalpe und Schönermannalpe. Begleitet wurden wir immer wieder von Kuhglockengeläut, auch glückliche Schweine sorgten für Abwechslung am Wegesrand. Die Wiesen erhielten noch schöne blaue Farbtupfer durch den langstieligen Enzian.

Von der Schönermannalpe kamen wir bald zur Emser Hütte, wo der Aufstieg zur Hohen Kugel beginnt. Zwei Damen traten von hier den Abstieg nach Ebnit an, zu sechst wanderten wir auf dem stellenweise ziemlich steilen aber schönen Weg mit einigen Sicherungsseilen zum Gipfel der Hohen Kugel. Hier wurden wir mit einer traumhaften Aussicht in alle Richtungen belohnt. Der Blick reichte   vom Bodensee und dem Rheintal über das Säntismassiv, Churfirsten, Alviergruppe, Pizol, Drei Schwestern, Falknis, Schesaplana, Zimba, Silvrettaberge konnte man erahnen, dem Hohen Freschen im Vordergrund, die Bregenzerwaldberge bis zum Allgäu und schließlich wieder zum Bodensee. Nach einer wohlverdienten Schau- und Vesperpause traten wir den Abstieg über die Kugelalpe und Schneewaldalpe zur Heumöseralpe an, die wir um ca. 16.30 Uhr erreichten. Hier gab es bei einer gemütlichen Einkehr im herrlichen Sonnenschein eine zünftige Brotzeit oder wahlweise auch einen Super-Apfelstrudel für das Marend-Kärtchen. Natürlich war auch bestens für den Durst gesorgt.

Nun wieder vollzählig, bestiegen wir den Bus um 17.50 Uhr Richtung Dornbirn, auf halber Strecke stiegen wir aber aus, um noch den Abstieg durch die Schluchten zu machen. Von der Bushaltestelle steigt man zuerst in die Alplochschlucht; der zum Teil neu ausgebaute Weg führt wirklich spektakulär hoch über dem tosenden Wasser durch die enge Schlucht an den Felsen entlang, ziemlich dunkel und herrlich erfrischend! Nach dem Kraftwerk Ebensand und dem Staufensee folgt die Rappenlochschlucht. Hier ist um die Einsturzstelle der Rappenlochbrücke eine imposante Umgehung gebaut, die die ganze Dimension des Bergsturzes vor einigen Jahren zeigt. Um ca. 19.00 Uhr kamen wir im Gütle an, wo in der Frühe ein Auto abgestellt worden war, so dass wir hier diese tolle Tour, für die wir Ernst ganz herzlich dankten, beenden konnten. Einigermaßen überraschend ist doch noch die Feststellung, dass wir bei 5 ½ Stunden reiner Gehzeit 1.100 hm und eine Strecke von 18 km zurückgelegt haben!

Traudl Pittermann