Bericht über die Bergtour Kreuzjoch und Zamangspitze am 8.August 2015

Seit Tagen meldet der Wetterbericht Temperaturen im oberen 30er-Bereich. Was tun? Man kann sich im Keller verkriechen, in die überfüllten Badeanstalten gehen oder die kühle Bergluft genießen. Glücklicherweise bot genau zu dieser Zeit die DAV-Gruppe Immenstaad eine Bergtour im Zamangergebiet bei Schruns an. Somit traf sich am 8. August um 7 Uhr eine Gruppe von 12 Bergbegeisterten (4 Frauen, 8 Männer) beim Rathaus in Immenstaad und fuhr mit 3 PKWs ins Montafon. Bei geringem Verkehrsaufkommen kam man zügig voran und konnte bei angenehmen Temperaturen gleich mit der Hochjochbahn hinauf zur Kapellalpe fahren. Den Sessellift verschmähend stiegen wir im Bergschatten problemlos zur Wormser Hütte auf. Naja so ganz problemlos war es dann auch wieder nicht. Denn Peters Schuhsohlen lösten sich. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen und so gab es viele, gutgemeinte aber nicht durchführbare Ratschläge. Lediglich Klebebänder aus der Rucksackapotheke ermöglichten ein kurzes Weitergehen. Glücklicherweise trat das Malheur in der Nähe der Bergstation vom Sennigrat ein und so konnte Peter relativ bequem den Rückweg antreten.

Die Anderen setzten ihren Weg, vorbei an der Wormser Hütte, zum Kreuzjoch (2398 m) fort. Obwohl der Weg voll in der Morgensonne lag, war die Luft angenehm kühl. Nach einer kurzen Trinkpause auf diesem höchsten Gipfel der Tour ging es weiter zur Zamangspitze (2387 m). Der Grat dorthin lag nun in voller Sonne und wir befürchteten hohe Temperaturen. Doch erfreulicherweise trat Wolfgangs, unseres erfahrenen Tourenführers, Vorhersage ein, dass sie erträglich bleiben würden, denn ein sanfter lauwarmer Aufwind sorgte für die gewünschte Kühlung. Kurz vor der Zamangspitze teilte sich der Weg. Der eine führte mit leichter Kletterei zum Gipfel und der andere war angeblich bequemer. Gemäß der „hohen Konzentration der Männer“ gaben sich die Meisten der vergnüglichen Kletterei hin. Den Gipfel erreichten beide Gruppen dann gleichzeitig. Von der Zeit her war die Mittagspause fällig und so rasteten wir hier und genossen das großartige Panorama. Trotz der etwas diesigen Luft reichte der Rundumblick vom Großen Widderstein über Silvrettagruppe, Piz Buin und Großer Litzner waren noch gut zu erkennen, zum Rätikon mit Schesaplana und Zimba.

Zu unserer nicht geringen Überraschung tauchten plötzlich von Süden her vier Radfahrer mit ihren Rädern auf den Schultern auf, die nach einer kurzen Rast, auf ihren Rädern hüpfend und springend den steilen Wanderweg hinab fuhren.

Von der Zamangspitze ging es auf dem Seeweg zurück zur Hochjochbahn.

Dabei musste eine Mulde durchquert werden. Auch hier erwarteten wir hohe Temperaturen. Doch das Gegenteil war der Fall. Es wurde uns fast ein bisschen zu kühl.

Bei der Bergstation der Hochjochbahn löschten wir unseren großen Durst. Doch plötzlich blitzte und donnerte es, so dass wir eilig zur Bergstation flüchteten. Nach kurzer Zeit war dann aber der Spuk vorbei und mit jedem Meter, den wir tiefer kamen, stieg die Temperatur und wir freuten uns über die tolle Bergtour bei angenehmen Temperaturen, die wir mit Pausen in rund 6 Stunden bewältigten.

Klaus Wessenberg