Bericht über die Radtour Füssen – Augsburg vom 06. - 09. Juli 2015

Am Mittwoch starten wir zu fünft um 8.30 Uhr in den schönen Sommermorgen per Fahrrad nach Lindau. Als wir am Lindenhofbad in Schachen vorbeikommen, ist noch Zeit für ein morgendliches Bad im See.

Bei der Bahnfahrt genießen wir die liebliche Allgäuer Landschaft – und wundern uns, so wenige Kühe auf den Weiden zu sehen. Beim Ausstieg in Füssen um 15.00 Uhr treffen wir vier weitere Mitradler unserer Gruppe und nach kurzen Erläuterungen durch unseren Tourenbegleiter Wolfgang schwingen wir uns auf die Räder.

Der erste – unvermeidliche – Stopp ist beim „Kini“ in Hohenschwangau mit Blick auf das imposante Schloss Neuschwanstein, aber da schöpfen wir nur königliches Quellwasser in unsere Trinkflaschen und radeln weiter auf meistens gut asphaltierten Wegen. Aber es geht über Moränen des Lech Gletschers und da kommen einige Höhenmeter zusammen und gehen in die Beine – wenn man keinen „Stromer“ fährt – wie einige von uns! Der Höhepunkt des ersten Tages ist der Besuch der „Wies“ für den wir uns ausgiebig Zeit lassen, auch für eine innere Einkehr. Im Quartier „Gasthof Graf“ in Steingaden vertreibt uns später ein abendliches Gewitter aus dem Biergarten ins Haus.

Der Mittwoch begrüßt uns kühl und bald auch mit Schauern, aber bei unserem abendlichen Stadtrundgang am Ziel in Landsberg wärmt wieder die Sonne. Die Stadtpfarrkirche ist etwas ungewöhnlich als Pfeilerbasilika gebaut, der „Schmalzturm“ ist der Schönste der vielen Türme der Altstadt und die gut erhaltene hohe Stadtmauer imponiert uns ebenso wie das dreistufige Lech Wehr aus dem 14.Jhdt.

Nach dem sehr guten Frühstück in unserem Quartier, dem schönen alten Hotel „Goggl“ brechen wir um 9.00 Uhr zur letzten Etappe auf. Heute ist „Genussradeln“ angesagt: mit Rückenwind und Sonnenschein durch die Auwälder am Lech. Wir schauen uns eine Lech Staustufe an, bei der gerade eine neue Fischtreppe gebaut wird, und sind kurz vor zwölf Uhr schon im Siebentischwald vor Augsburg, um noch zur rechten Zeit kesselfrische Weisswürst im „Parkhäusl“ ordern zu können. Bei der 2-stündigen Stadtführung in Augsburg beeindrucken uns – neben dem Alter der Stadt (römische Gründung unter Augustus) vor allem die Geschichte der Fugger und die Fuggerei, als immer noch betriebene „weltälteste Sozialsiedlung“ (1521), die auch heute noch nur durch die Stiftung finanziert wird.

Nach dem Ende der Stadtführung bedanken wir uns auch bei Wolfgang Nosse für die Ausarbeitung und Begleitung dieser schönen Radtour und einige Mitglieder fahren mit Autos und die anderen um 16.25 per Bahn über Ulm zurück nach Friedrichshafen und Markdorf.                                            

Eberhard Dahms