Radtour der DAV-Ortsgruppe Immenstaad ins westliche Allgäu am 17.8.2014

Am Sonntag, dem 17. August, war hinsichtlich des Wetters einer der schönsten Sommertage des Jahres: blauer Himmel, Sonne pur, angenehme Temperatur, sehr gute Fernsicht, ideale Bedingungen für Fotografen.


Auch das Ziel passte bestens zu diesem herrlichen Wetter. Wir fuhren ins westliche Allgäu mit seinen unzähligen Hügeln und sanften Tälern, seinen verschiedenen Grüntönen der Wiesen, Weiden und Waldkuppen, seinen stattlichen Einzelhöfen und schmucken  Weilern, Dörfern und kleinen Städten, begrenzt im Süden durch die hoch aufragende Nagelfluhkette. Eine Landschaft, die nie eintönig wirkt, sondern ständig Überraschungen bietet, eine Wohltat für Auge und Herz.
 
Unser Rundweg begann in Lochau, wo wir unsere Autos parkten. Wir radelten dann nach Bregenz und fuhren von dort mit der Seilbahn zur Pfänderspitze. Schnelle Abfahrten und einige kurze, steile Anstiege führten uns über den Pfänderrücken zum Luft- und Kneippkurort Scheidegg. Von dort ging es auf der ehemaligen Bahntrasse, umgestaltet zu einem schönen Radweg, nach Lindenberg, der Sonnenstadt des Westallgäus, und dann weiter nach Röthenbach. Dort zweigten wir rechts ins liebliche Tal der Oberen Argen ab. Der noch kleine Fluss mit seinem klaren, schnell dahin fließenden Wasser erinnerte mich an das Lied:

                       “In einem Bächlein helle
                        da schoss in froher Eil
                        die launische Forelle
                        vorüber wie ein Pfeil” usw. (Text: Schubart – Melodie: Schubert)


Der einsam gelegenen, romantischen Badwirtschaft Malleichen galt aber nun unsere ganze Aufmerksamkeit, denn im dortigen Biergarten erwartete uns ein kräftiges Mittagessen. Malleichen war einst ein Gerichtsort unter den Eichen (Mal = Gericht). Von den Germanen ist bekannt, dass sie in Eichenhainen ihre Götter verehrten und Gericht abhielten. Weiter ging es für uns im Argental bis Wangen, vorbei am romantischen Schloss Syrgenstein und am malerischen Dorf Eglofs. Nach Wangen wechselten wir vom oberen Argental über einen Höhenrücken hinweg ins Leiblachtal bei Stockenweiler. Wir nutzten das Gefälle des kleinen Flusses, eine Wohltat für angestrengte Radlerbeine, und gelangten leicht und schnell zum Ausgangspunkt unserer Tour, nach Lochau, wo wir aber erst nach einer kleinen Einkehr nach Hause aufbrachen.
 
Dank gebührt dem Tourenleiter Albert Endres, der mit besten geografischen Karten und GPS ausgestattet, die Tour genauestens plante. Mit ihm zu radeln gibt Sicherheit.

Reinhard Sendele