Radtour am 1. Mai 2014 mit der DAV-Ortsgruppe Immenstaad

Trotz nicht ganz zuverlässiger Wettervorhersage trafen sich 6 Mutige (5 Männer, 1 Frau) um 10 Uhr beim Rathaus Immenstaad. Sie wurden aber im Laufe des Tages für ihren Maiausflug belohnt, weil die Wolken immer mehr abnahmen und am späteren Nachmittag dann die Sonne schien. Die Temperatur war zum Radfahren ebenfalls angenehm.

Zunächst holten wir in Kippenhausen noch einen Kollegen ab, dann ging´s über Frenkenbach durch den Wald nach Stetten und dort auf der alten Landstraße nach Meersburg.

Schnelle Abfahrt durchs Töbele zum Thermalbad (Meersburg hat eins, im Gegensatz zu FN!). Vormittags konnte man noch gut durch die Altstadt radeln. Nach der Fähre eine nette Fahrt z.T. durch Konstanzer Wohngebiete, Rheinüberquerung mit einer relativ neuen Fußgänger- und Radbrücke, weiter auf dem gut ausgeschilderten Radweg durch ruhige Stadtteile zum Grenzübergang (kein Anhalten, keine Kontrolle: Das sind die Vorteile der EU und deren Vereinbarungen mit der Schweiz!).

Durch Kreuzlingen bewegen wir uns auf dem "Konzilradweg" Nr.55 mit durchgehender Beschilderung. In dieser Hinsicht ist CH absolut zu loben, in unserem Landkreis wurde in den letzten Jahren auch einiges verbessert. Nach einigen Steigungen (plötzlich ziehen unsere beiden Pedelec - Kollegen vorbei) erreichen wir außerhalb der Bebauung den Seerücken. Von dort haben wir (etwa 100 Meter über dem See) einen wunderbaren Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende deutsche Ufer mit Meersburg, Hagnau, Immenstaad und Friedrichshafen. Den Hintergrund schließt der Gehrenberg ab. Dieses wunderschöne Panorama führt natürlich zu einigen Fotostopps. Bei fast keinem Verkehr erreichen wir auf landwirtschaftlichen Wegen (teils asphaltiert, teils gekiest) einen Rastplatz mit Holztisch und -bänken am Waldesrand. Nun kommt auch die Sonne heraus und trocknet unsere verschwitzten Rücken.

Oberhalb Altnau und Güttingen erreichen wir Dozwil und verlassen den Konzilradweg, der Kreuzlingen mit St.Gallen verbindet. Wir wechseln auf die "Seerückenroute" Nr. 82 und kommen in Uttwil wieder an das Südufer des Obersees.

Auf dem Bodensee-Uferradweg radeln wir zurück Richtung Konstanz und besichtigen die Pfarrkirche des ehemaligen Klosters Münsterlingen (Hochbarock, erbaut ab 1719.

Dort ist auch eine Büste des Hl. Johannes aufgestellt, die bei der letzten Seegfrörne 1963 bei einer Prozession von Hagnau über das Eis getragen wurde.

In Bottighofen halten wir an einem Biergarten am See zum Kaffeetrinken. Die erste Überraschung war ein bestellter Schokokuchen, der sich als "Brownie" mit 1 Eiskugel herausstellte, die 2.Überraschung war dann der Rechnungsbetrag. Man sollte immer genügend Fränkli dabei haben, auch wenn man das Lokal gar nicht kaufen will! Bei schönem Wetter nahm auch der Fußgänger- und Radverkehr bis Kreuzlingen zu. Am Konstanzer Hafen kam man dann nur noch schiebenderweise durch. Vor dem Konzilgebäude wurde im Hinblick auf das 600-jährlge Jubiläum ein mittelalterlicher Kräutergarten angelegt, den wir ebenfalls besichtigten.

Nach der Fährüberfahrt war auch das Durchkommen mit dem Rad durch die Meersburger Unterstadt erschwert, auch auf dem Uferweg Richtung Hagnau und Immenstaad war Slalomfahren angesagt.

Ein schöner Tag fand sein Ende mit abschließender Einkehr. Wir danken den Tourenführern Brigitte und Wolfgang Nosse.

Josef O.