Bericht über die Bergtour auf den Margelchopf am 22.9.2013

Der Margelchopf (2162m), der Hausberg der Schweizer Rheintalgemeinden Buchs und Grabs im Kanton St. Gallen, gehört zur nordöstlichen Nebenkette der Alviergruppe, die mit den Churfirsten und dem Alpstein (Säntisgruppe) zusammen die Appenzeller Alpen bildet. Diesen markanten, auffallenden und zum Rheintal hin vorgelagerten Gipfel wählte der Tourenleiter Wolfgang Nosse zum Ziel dieser Bergtour. Die Einladung, begleitet von bester Wettervorhersage, faszinierte nicht nur Mitglieder der Ortsgruppe Immenstaad, sondern auch viele Bergbegeisterte der näheren Umgebung: Schließlich kam eine Gruppe von 25 Frauen und Männern zusammen.

Die Abfahrt von Immenstaad wurde auf 8:30 Uhr gelegt, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, ihr Wahlrecht auszuüben. Nach einer hindernisfreien Fahrt zum Berghaus Malbun (1369m) nahmen wir den mit 3 Stunden angegebenen Aufstieg zum Margelchopf in Angriff. Zunächst wanderten wir über Weiden und lichten Hochwald hinauf zu den Alpen Untersäss und Obersäss und dann weiter über eine kleine Ebene mit verträumten Alpenseen zum Sisitzgrat. Was uns auf dem Weg dorthin besonders beeindruckte, war die wuchtige Ostwand des Margelchopfs, die sicher manche Gruppenmitglieder etwas nachdenklich stimmte. Am Sisitzgrat angekommen, legten wir eine Verschnaufpause ein und jeder musste für sich entscheiden, ob er sich zutraute, die kurze, steile, zum Teil mit Drahtseil versicherte Felspassage hinauf- und später wieder hinabzusteigen. Fast alle schafften diese Schlüsselstelle und waren stolz auf das Erfolgserlebnis. Auf dem Gipfelplateau legten wir eine zünftige Vesperpause ein mit herrlicher Aussicht hinab ins Rheintal, aber auch auf Säntis, Altmann, Panüeler, Rote Wand und weit nach Süden zur Bernina, der höchsten Berggruppe der Ostalpen. Nach unserer Rückkehr zum Berghaus Malbun genehmigten wir uns noch einen gemeinsamen Hock und traten dann die Heimfahrt an.

Danken möchte ich im Namen aller Teilnehmer unserem Tourenleiter Wolfgang Nosse und seiner Frau Brigitte, die mit ihrer großen Bergerfahrung die Tour sorgfältig vorbereitet hatten und die Gruppe aufs Beste betreuten.

Reinhard Sendele