Bericht über die Radtour am 27.7.2013

Für Samstag, den 27.7.2013 lud die DAV-Ortsgruppe Immenstaad zu einer Fahrradtour über den Pfänderrücken ins westliche Allgäu ein. Die Leitung übernahm Albert Endres, der sich mit diesem Bereich der Voralpenlandschaft intensiv beschäftigt hatte und daher der Tour den nötigen Pfiff, die besondere Note gab. Ihm gebührt Dank und Anerkennung der Teilnehmer.

Die Tour begann in Lindau und führte zunächst zur Talstation der Pfänderbahn in Bregenz, wo uns die Gondel mit unseren Rädern zum 1064m hohen Pfänder hinaufbrachte. Oben herrschte beste Aussicht auf See und Alpen. Schnelle Abfahrten, aber auch einige steile Anstiege führten uns über den Pfänderrücken zum Luft- und Kneippkurort Scheidegg mit schöner Barockkirche. Es ging weiter auf der ehemaligen Bahntrasse, umgestaltet zu einem Radweg ohne nennenswerte Steigungen, nach Lindenberg, der sympathischen Sonnenstadt zwischen Alpen und Bodensee. Wir fuhren dann auf der Trasse weiter in Richtung Röthenbach, umgeben von der herrlichen Allgäulandschaft, begrenzt im Süden durch die hoch aufragende Nagelfluhkette. Viele Einzelhöfe, kleine Dörfer mit schmucken Kirchtürmen, unzählige Hügel mit bewaldeten Kuppen, schmale Täler, alles eingebettet ins sanfte Grün der Wiesen und Weiden: kurz gesagt eine Bilderbuchlandschaft!


Nach Röthenbach gelangten wir ins Tal der Oberen Argen, wo wir die Mittagsrast in der einsam gelegenen, romantischen Badwirtschaft Malleichen machten. Ohne Lärm, Hektik und Stress und unter schattigen Bäumen genossen wir Speis und Trank an diesem herrlichen Ort. 1522 kommt der Name erstmals im Grundbuch vor und bedeutet “Gerichtsort an den Eichen” (Mal = Gericht). Bis 1930 bestand dort auch ein Mineralbad.

Wir radelten dann im lieblichen Argental weiter bis Wangen vorbei am prächtigen Schloss Syrgenstein gegenüber vom malerischen Dorf Eglofs.  Wangen streiften wir nur am Rande und wechselten dann vom Oberen Argental über Hergatz hinüber ins Tal der Leiblach. Dieser kleine Fluss entspringt in der Gegend von Heimenkirch auf 692 Meter und mündet nach etwa 30 Kilometer in den Bodensee (395 m). Wir kamen in den Genuss dieses Gefälles, das eine Wohltat für unsere etwas angestrengten Radlerbeine war. Somit gelangten wir ohne große Schlussanstrengung zum Ausgangspunkt unserer Radtour. Eine nette Einkehr im Montfortschlösschen oberhalb von Lindau rundete den Tag harmonisch ab.

Reinhard Sendele