Bergtour zu den Surettaseen am 21. Juli 2013

Es war die erste richtige Bergtour, die von der Immenstaader Ortsgruppe in diesem Jahr durchgeführt werden konnte. Alle vorher geplanten Bergtouren mussten  wetterbedingt oder aus anderen Gründen abgesagt werden. Die Führung dieser Tour war unseren neuen Tourenbegleitern Anette und Jürgen Koyro vorbehalten – ein perfekter und gelungener Einstand.

9 Frühaufsteher, mit dabei 4 Frauen, machen sich um 6:00 Uhr morgens auf den Weg in die Schweiz nach Sufers am gleichnamigen Stausee. Ein Auto wird nach Splügen umgesetzt und dann geht´s los. Der schmale Pfad führt uns lange Zeit im schattenspendenden Wald stetig aufwärts und bietet uns immer wieder schöne Ausblicke auf den unten liegenden, türkisfarbenen leuchtenden Stausee, das Tal des Hinterrheins und die umrahmenden Gipfel. Der Weg ist wenig begangen, - in den ersten 3 Stunden begegnen uns gerade mal 2 Wanderer mit einem Hund. Hohes Gras, Farn, Heidelbeerbüsche u.a. Pflanzen säumen den Weg, sie sind satt nass von nächtlichen Gewitterregen und streifen unsere Unterschenkel und Füße. Wohl dem, der wasserdichte Schuhe hat. Anettes Schuhe sind es nicht! Bei der ersten Rast kippt sie das Wasser aus ihren Schuhen und wringt die Socken aus. Die nassen Sohlen unserer Schuhe führen zu mancher Rutschpartie auf glatten Steinen. Einige unfreiwillige „Absitzer“ gehen glimpflich aus – die blauen Flecken sind auch erst am nächsten Tag sichtbar.

In 2200m Höhe erreichen wir auf einer Hochebene die oberen 2 Surettaseen, die vom abschmelzenden Schnee und vom Gletschereis des über 3000m hohen Surattahorns gespeist werden. Zwei Mutige wagen ein Fußbad und kommentieren nach wenigen Sekunden: „Aua, ist das kalt!“ Anette lässt sich dadurch nicht beeindrucken und nimmt ein Ganzkörperbad.
Die Hochfläche ist voller blühender Alpenrosen. Auch Frühlings Enzian, Braun Enzian, Goldfingerkraut, die echten Alpenglöckchen und Knabenkraut werden gesichtet. Die Rundum-Gipfelschau ist beeindruckend und beeindruckend sind auch die aufquellenden Wolken über den hohen Bergen. Es wird Zeit, an den Abstieg zu denken.

Vorbei am unteren Surettasee geht es lange Zeit abwärts durch freies Gelände Richtung Splügen. Die Sonne wird jetzt mehr und mehr durch Wolken verdeckt. Als einige Tropfen fallen, ziehen wir das Tempo an. Weiter unten geht es wieder durch Wald und wir erreichen rechtzeitig vor einem aufziehenden Gewitter unser Auto am Ortsrand von Splügen. Als wir gerade auf der Terrasse eines Gasthofes in Splügen unter der Markise Platz genommen haben, öffnet der Himmel die Schleusen. Das war optimales Timing. Mit Hochgenuss trinken wir Schweizer Kaffee und erfrischende Getränke und schauen den abwärts schießenden Sturzbächen zu. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei. Alle Mitwanderer sind sich einig – das war eine tolle Tour in einer für uns alle unbekannten Region.

Herzlichen Dank an Anette und Jürgen Koyro für die gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der Tour.

Zum Abschluss noch einige Daten zur Tour:
Anstiegs- und Abstiegs-Höhe: 1000 m
Höchster Punkt: 2265 m
Tourenlänge: 15 km
Tour-Gesamtzeit (Geh- + Pausen-Zeit): 8 Stunden

B. u. W.