Bericht zur Wanderung über die Hegauhöhen am Sonntag, 16. Juni 2013

Mit 9 Personen in zwei Pkw fuhren wir am Sonntagmorgen um 9 Uhr nach Mühlhausen-Ehingen im Hegau. Dort parkten wir die Autos und fuhren mit der Bahn nach Engen, wo wir gemächlich durch die Altstadt schlenderten. Es lohnt sich diese zu besichtigen mit ihren vielen alten, gut restaurierten Häusern, Plätzen und Brunnen.

Um die Mittagszeit verließen wir Engen und wanderten über Anselfingen in Richtung Hohenhewen (844 m), was auf keltisch „Berg“ heißt. Die Hegauberge sind alte Vulkanschlote aus Basalt. Da dies ein hartes Gestein aus erkalteter Lava ist, blieb der Kern stehen, während das weichere Material im Laufe von Jahrmillionen abgetragen wurde.

Es war warm und der Weg wurde steiler, sodass wir froh waren, für den letzten Anstieg (etwa 300 m) den Wald zu erreichen. Auf dem Gipfel stand ehemals eine Burg, von der nur ein paar Mauerreste und ein Turm übrig sind. Nach einer Rast auf einem schattigen Plätzchen stiegen wir eine steile Wendeltreppe aus Eisen hinauf, um die Aussicht in alle Richtungen zu genießen: Unterhalb die Stadt Engen, in der Ferne das nächste Ziel der Mägdeberg (654 m) und die anderen Hegauberge, der Hohenstoffeln (844 m), der Hohenkrähen (642 m) und der Hohentwiel (690 m). Ein umherfliegender seltener Schwalbenschwanz (Schmetterling) ließ noch einmal alle Fotoapparate klicken.

Nun wanderten wir weiter durch Wiesen mit bunten Blumen, an einer großen Schafherde vorbei durch den Ort Welschingen nach Weiterdingen. „Gottseidank“ ließen wir den Hohenstoffeln rechts liegen, denn es war heiß und es gab wenig Schatten. Wir suchten und fanden lieber eine Gartenwirtschaft, wo wir unseren großen Durst stillen konnten.

Danach führte der Weg durch Kornfelder wieder bergauf zum markanten Hegaukreuz. Von dort wähnte unser Ziel, der Mägdeberg ganz nah, aber wir mussten noch einmal ab- und dann wieder aufsteigen. Auf dem Mägdeberg steht auf verschiedenen Ebenen eine weitläufige Burgruine aus dem Mittelalter. Durch dichtes Gebüsch kämpften wir uns ganz nach oben und rasteten noch einmal ausgiebig.

Nach 5 Stunden Gehzeit, 16 zurückgelegten Kilometern und fast 600 Höhenmetern ging es jetzt nur noch bergab zum Ausgangspunkt.

Zum Abschluss trafen wir uns noch zu einem wohlverdienten Schmaus und kräftigen Schluck im Schloss Helmsdorf in Immenstaad. Wir danken Inge Polap und Ernst Webinger für die Vorbereitung und die Durchführung der gut geplanten Wanderung.

K.K.