Bericht über die Radtour am 1. Mai 2013 - Genussradeln in den Mai

Feiertag, Sonnenschein, geputzte Räder, die lange auf ihren Einsatz warten mussten und gute Laune - 8 unternehmungslustige Radler der DAV-Ortsgruppe Immenstaad wussten diese tollen Bedingungen zu schätzen und machten sich auf die Socken, nein Reifen!

Nach kurzem Urlaubsfeeling auf der Fähre starteten wir in Konstanz, radelten durch blühende Landschaften über Hegne nach Allensbach. Jürgen meinte, nach einem Hundestöckchen apportieren zu müssen, stieg rasant über den Lenker ab, nachdem eben dieses Stöckchen sein Schutzblech verbog und dieses wiederum das Vorderrad blockierte. Gut behelmt, sportlich im Abstieg und von seinem Schutzengel wohl behütet blieb er unverletzt, was keiner der Beobachter so richtig fassen konnte, aber wir waren alle sehr glücklich über diesen glimpflich verlaufenen Abstieg und radelten weiter. In Allensbach gab es Vesper am See und für unseren tapferen „Überflieger“ ein Eis.

Weiter ging‘s durch Markelfingen und am Ufer des Mindelsees entlang, begleitet von unzähligen fröhlich singenden?, mit Bierfässern bestückten Kärrele-Wanderern, durch das schöne Hinterland nach Kaltbrunn.

Nun waren Wadenmuskeln oder Hilfsmotoren gefordert, alle erreichten mehr oder weniger erschöpft Dettingen, danach wieder gemütlicher Wallhausen und Dingelsdorf. Ein Erdrutsch vor Staad versperrte den Radweg, manche wollten es genau wissen und versuchten, trotz Sperrschilder querfeldein über Wiesen stolpernd doch noch den begehrten Radweg zu erreichen. Mühen umsonst! Um eine Erfahrung reicher gaben wir auf und folgten der vorgeschriebenen Umleitung, nicht ohne ein wenig Ermahnung durch die „Folgsamen“ einzustecken, die auf dem rechten Weg verblieben waren. Wir hatten uns in Fließhorn auf einer sonnigen Terrasse am See mit wohltuendem Kaffee und sehr feinem Kuchen verwöhnen lassen, diese Stärkung hatte wohl den Übermut einiger Radler ein wenig herausgefordert? Auch ein hartnäckiger platter Reifen konnte die Stimmung nicht trüben, nach viel Zuwendung blieb er letztendlich einigermaßen dicht und so erreichten wir nach erneuter Fährfahrt die Terrasse des Gasthofes Adler in Immenstaad. Das Bier war nach einer Strecke von 70km, einer Fahrzeit von 5,5 Stunden und der Überwindung von  730Hm ein Hochgenuss, das Essen schmackhaft und über die Bemühungen des Regens, uns den Tag vielleicht doch noch ein wenig zu trüben, konnten wir nur lächeln.

Danke, Wolfgang, für die gute Auswahl und zuverlässige Vorbereitung der Tour, danke, Brigitte, für Deine Geduld mit den Übermütigen und den Schlusslichtern, die manchmal Ermunterung und ein wenig „Rückenwind“ benötigen, um ebenfalls glücklich und unversehrt ins Ziel zu kommen – ein gelungener Start in den Wonnemonat Mai!

Anette Koyro