DAV Wanderung am Samstag, 23.03.2013, oberhalb von Sipplingen

Die Wetterfrösche hatten für Sonntag zeitweise Regen angedroht. Weil die Wetterprognose  für Samstag besser war, hat Inge Polap  die Tour vorverlegt. Um 11.00 Uhr sind wir bei ausgeglichener Besetzung (5 Damen und 5 Herren) komplett.  Nach der kurzen Anfahrt  freuen wir uns beim Aussteigen unterhalb des Sipplinger Sportplatzes schon über die ersten Sonnenstrahlen. Für die Baumblüte , in diesem Hochstammgebiet immer besonders schön,  ist es noch zu früh im Jahr. Aber die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und wir steigen durch das dicke raschelnde Laub der Buchen  die Burghalde  hinauf. Die Burgherren hatten von hier aus  ihr Gegenüber Altbodman gut im Blick. Im Dreißigjährigen Krieg haben die heute  so friedliebenden Schweden wohl nicht nur Hödingen sondern auch die Burg derer von Hüneberg niedergebrannt.

Unser nächstes  Ziel sind die „badischen“ 7 Churfirsten,  die eher zwergenhaft  anmuten, wenn man an die großen „schweizer“Churfisten am Walensee denkt. Die hiesigen nur wenige Meter hohen schlanken Gesteinspyramiden bestehen  aus weichem Molasse-Sandstein in dem etwas härtere Gesteinslagen auftreten. Sie schützen das Gestein darunter – es sieht aus wie „Richard Wagner Mützen“.

Wir wandern weiter durch die abwechslungsreiche  Landschaft  und steigen dann in den Hödinger Tobel ab, bis an eine Sperre, die wohl wegen der Baumfällarbeiten besteht. Der Tobel  mit seinen Steilwänden wird weitgehend naturnah belassen und ist sehr beeindruckend.  Hier erfreuen uns an vielen Stellen die blauen Leberblümchen als Frühlingsboten.  Am oberen Tobelende geht es dann wieder ein Stück  zurück.

Wir wandern  weiter hoch über Sipplingen an der  Hügelkante entlang mit schönen Aussichten  nach Süden.  Auf  der „Zimmerwiese“ ( wo wir über den Namen rätseln, aber keiner weiß, warum sie so genannt wird) genießen wir noch einmal den Ausblick über den See.  Wir erreichen  gegen 14.30 Uhr den Haldenhof,  der gerade die Saison eröffnet hat und erfrischen uns – je nach Geschmack – mit Weizenbier  und Suppe  oder Torte und Kaffee.   Küche und Bedienung waren leider  noch nicht ganz fit.

Beim Abstieg nach Sipplingen kommen wir an einigen Tafeln vorbei, auf denen die geologische Entwicklung des Überlinger Sees mit Text und Profilschnitten erläutert  wird.  Die Ortsdurchfahrt ist wegen eines Hangrutsches gesperrt und wir finden  einen malerischen Fußweg,  der kurz oberhalb der Kirche mit einer Treppe nach Osten abzweigt. Dort  sehen wir, wie bei einem  größeren Anwesen der Gefahr einer Hangrutschung vorgebeugt worden ist: auf der gesamten Breite des Grundstückes sind Felsanker erkennbar. Das hat man unten, an der alten B 31, die schon seit Wochen gesperrt ist, versäumt.

Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unseren Startplatz und verabschieden uns mit herzlichem Dank an Inge Polap, die diese  schöne Tour geplant und begleitet hat.

Eberhard Dahms