Bericht über die Bergtour zum Siplinger-, Heiden- und Girenkopf

Nachdem das geplante Wochenende auf der Friedrichshafener Hütte - gemeinsam mit der Sektion-  nicht zustande kam, bot die Ortsgruppe ganz spontan eine Ausweichtour an. Hermann Gehweiler schlug vor, die dem schlechten Wetter zum Opfer gefallene Drei-Berge-Tour zum Siplinger- Heiden- und Girenkopf (1750 m) nachzuholen.

Also starteten am Samstag, 15. September 2012, fünf motivierte Bergwanderer Richtung Balderschwang, unserem Ausgangsort. Kurz vor dem Ziel ein Zwischenstopp: Eine festlich herausgeputzte Herde von ca. 250 Kühen, Leitkühen und Senner blockierte beim Almabtrieb die ganze Straße.

Am Parkplatz wurden erst einmal alle Jacken angezogen, denn die 700 Hm zum Siplinger Kopf legten wir bei Hochnebel, starker Bewölkung und kühlen Temperaturen zurück. Am Gipfel gab es dann nicht nur keine Sicht, es war auch kalt und windig. Die Gipfelrast wurde deshalb auf einen tiefer gelegenen und windgeschützten Platz verlegt.

Der Weg zu den beiden anderen Gipfeln entpuppte sich als alpiner Steig, der die ganze Konzentration und Trittsicherheit von uns Wanderern erforderte. Das Wetter auf dem Heidenkopf war nur unwesentlich besser, doch kleine Wolkenlücken und einzelne Sonnenstrahlen ließen auf Besserung hoffen. Also wurde auch noch der Girenkopf in Angriff genommen.

Seinen Gipfel erreichten wir, bei ständigem Auf und Ab des schmalen Pfades, nach etwa 30 Minuten. Dort wurden wir mit einer schönen Rundumsicht und einem Blick auf die vorher erreichten Gipfel belohnt. Der Abstieg nach Balderschwang erfolgte dann bei angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen auf einem Weg, der durch mit Silberdisteln übersäte Wiesen führte. Kurz vor dem Parkplatz bestaunten wir noch eine über 2000 Jahre alte Eibe.

In Balderschwang gab es dann eine wohlverdiente Einkehr mit Kaffe und Kuchen, bevor wir bei jetzt strahlendem Sonnenschein nach Hause fuhren.

Herzlichen Dank an Hermann Gehweiler, der umsichtig diese so interessante und abwechslungsreiche Tour führte.

Ernst Webinger