Bericht über die Tour auf und um die Marwees

Als ich von der Tour zur Marwees im Programm der Ortsgruppe Immenstaad des DAV Sektion Friedrichshafen las, musste ich mich erst einmal informieren, wo dieser Berg liegt. Der Alpstein bildet von der Ebenalp über den Schäfler zum Säntis und weiter über den Altmann und die Kreuzberge zum Hohen Kasten die Form eines Hufeisens. Die Marwees mit 1991 m liegt mittendrin, ist also ein interessanter Berg. Bei dem sehr schönem Wetter dachten das wohl auch andere, denn am 9. September fanden sich 17 Teilnehmer zu der von Wolfgang und Brigitte Nosse begleiteten Tour ein. Unter den 12 Männern und 5 Frauen befanden sich auch einige Wanderer aus Kluftern.

Nach Start in Immenstaad um 7.30 Uhr erreichten wir Wasserauen (868 m) gegen 8.45 Uhr. Weil sehr viele Autos ankamen, boten die Bauern an, für 3 SFr. auf den Wiesen zu parken. Schon vom Parkplatz aus konnte man das Ziel gut erkennen, musste den Kopf aber in den Nacken legen, so hoch über uns lag der Berg. Der Aufstieg zur Bogartenlücke (1885 m) erfolgte ganz angenehm im Schatten mit Blick auf die großartige Landschaft ringsum. Danach ging es über steile Grashänge aufwärts zum langen Grat der Marwees und dem Gipfelkreuz. Oben konnten wir nicht nur den Blick auf das Alpsteinmassiv, sondern auch auf weitere Gebirgsketten und den Bodensee (leider im Dunst) genießen. Alle Teilnehmer haben den Aufstieg gut geschafft.

Anschließend ging es eine Weile über den Gipfelgrat mit weiterer Aussicht. Unser Pfad war immer wieder gesäumt von einzelnen Blumen wie Silberdisteln und verschiedenen Enzianen. Über den Widderalpsattel kamen wir in die Gegend der Meglisalp (1517 m). Wir haben sie nur von oben sozusagen als „Fata Morgana“ gesehen, konnten aber bei der schon verlassenen Alpe unsere Wasservorräte auffrischen. Immer am Hang entlang ging es dann sehr schön auf dem Schrennenweg zurück nach Wasserauen. Nach 8 Stunden und über 1200 Höhenmetern waren wir wieder unten. In Schwende kehrten wir im Gasthaus „Zur frohen Aussicht“ kurz ein und machten uns dann auf den Rückweg. In der Schweiz lief der Verkehr normal, aber am Pfändertunnel merkten wir, dass auch viele andere das schöne Wetter ausgenutzt hatten, der Stau dort kostete uns eine ¾ Stunde.

Vielen Dank an Wolfgang und Brigitte für die umsichtige Führung dieser sehr schönen Tour.

Peter Just