Bericht über die Bergtour vom Samstag, 23. Juni 2012 zum Portlahorn und zur Sünser Spitze

Frühmorgens um 6.45 Uhr fanden sich vier entschlossene Wanderer und vier Wanderinnen am Rathausplatz ein, um das Portlahorn und die Sünser Spitze am Furkajoch oberhalb Damüls zu erklimmen.

Nach unserer Anfahrt über Rankweil und Laterns wurden wir kurz vor unserem Ziel durch einen Viehauftrieb gestoppt. Es blieb uns nichts anderes übrig, als einige Kilometer auf der schmalen Straße hinter den Rindviechern herzuzuckeln, bis diese ihre Hochweide am Furkajoch erreicht hatten.

Aber wir verpassten nichts, denn die Wolken hingen tief in den Bergen und es war neblig, als wir aus dem Auto stiegen. Trotzdem begannen wir guten Mutes unseren Aufstieg von der Portla-Alpe zum Portla-Fürkele. Unser Ziel war im Nebel nicht zu erkennen.

Dafür freuten wir uns um so mehr über die vielfältige Flora am Wegesrand und begannen diese zu erkunden. Große und kleine Enziane, weiße Windröschen, Knabenkräuter, Bergprimeln, gelbe Trollblumen, Alpenmohn und Arnika säumten unseren Weg. Ganze Hänge von Alpenrosen waren am aufblühen. Der Bergfrühling hatte gerade begonnen und entfaltete seine ganze Pracht. Nur in den Mulden hielten sich hartnäckig die letzten Schneefelder, die wir ab und zu überqueren mussten.

Über einen Grat wanderten wir langsam bergan zum Portlahorn (2010 m) und stärkten uns dort bei einer kurzen Rast. Erst beim Abstieg lichtete sich der Nebel langsam und vom Sünser Joch erblickten wir zum ersten Mal unser nächstes Ziel, die Sünser Spitze (2061 m). Nach einem kurzen, steilen Anstieg zum Sünser Kopf querten wir unterhalb und erreichten gemächlich die Sünser Spitze, wo wir uns bei einer längeren Rast erholten und die Sonne genossen. Unter uns leuchtete der Sünser See und nach Süden waren einige Bergspitzen zu erkennen, wie z.B. der Hohe Freschen. Nur die Mellauer Seite blieb im Nebel verborgen. Beim Abstieg zum Sünser See und zur Sünser Alpe steckten wir unsere Nasen in das duftende Alpenröschen und entdeckten sogar das seltene Kohlröschen, das nach Vanille duftete.

Unterhalb des Portlahorns wanderten wir zum Ausgangspunkt unserer Rundwanderung zurück. Vom Portla-Fürkele zurückblickend, staunten wir über die Strecke, die wir in 5 Stunden zurückgelegt hatten. Über Damüls fuhren wir hinunter nach Au im Bregenzer Wald. In Bezau entspannten wir uns bei Kaffee und Kuchen, bevor wir zufrieden und glücklich die Heimfahrt antraten.

Ganz besonderen Dank gebührt Albert Endres für diese ausgedehnte, aber nicht zu anstrengende Bergtour, bei der wir den Bergfrühling intensiv erleben und die Seele auftanken konnten.

K.K.