Bericht über die Wanderung am Sonntag, 23. Oktober 2011

Pünktlich zum Treffpunkt um 14.00 Uhr am Dorfplatz in Kippenhausen schafft es die Sonne, den Hochnebel zu durchdringen und sie begleitet uns, bei angenehmen Temperaturen, während der gesamten Wanderung.

20 Wanderer (Teilnehmerrekord in 2011 bei den Wanderungen) führt Günter Wolf dann zunächst durch Obstanlagen, wo rotbackige Äpfel zum Mundraub verleiten, zum Wald „Weingarten“, mundartlich „Wigarte“ genannt. Der Wald steht auf dem Kamm des Moränenhügels, der sich am nördlichen Bodenseeufer hinzieht. Der Name des Waldes kommt von dem früheren Besitzer und Grundherren, der Reichsvogtei Kloster Weingarten. Auch das unterhalb am See liegende Dorf Hagnau gehörte bis zur Säkularisation zur Herrschaft der Benediktiner Abtei Weingarten.

Der Wald war bevorzugtes Trainingsgebiet des ehemaligen Läufers Günter Wolf und seiner Laufgruppe. Auf Pfaden über „Stock und Stein“, die den Mitwanderern, obwohl überwiegend Immenstaader und Kippenhauser, größtenteils unbekannt sind, überqueren wir den „Gipfel“ des Schweinebergs. Diese Bezeichnung wurde dem Anstieg von Mitläufern gegeben, die ihn nach einem anstrengenden Spurt mit letzter Kraft schafften.

Wir gehen teilweise auf einem ehemaligen Wanderweg, der von Ittendorf nach Hagnau führte, jedoch unterdessen fast zugewachsen ist. Damit wir uns nicht wie die Indianer durchs Unterholz kämpfen müssen, hat Günter den Pfad extra vor der Wanderung mit der „Heckenschere“ begehbar gemacht! Die Anerkennung und der Dank der Gruppe waren ihm sicher.

Nach rund 2 ½ Stunden kurzweiliger Gehzeit sind wir wieder am Ausgangspunkt. Vor dem abschließenden Einkehrschwung im Gasthaus Montfort besichtigen wir noch die Kirche St. Maria Himmelfahrt in Kippenhausen. Sie wird schon 1275 als selbstständige Pfarrei erwähnt und 1710 mithilfe der Klöster Weingarten und Ochsenhausen umgebaut und prunkvoll ausgestattet.

Die Teilnehmer danken Günter Wolf für die Planung und Führung dieser in keinem Wanderführer zu findenden, kurzweiligen Abschlusstour der Saison 2011.

Franz Jankowiak