Bericht zur Wanderung auf die Höhe Adelegg (1012 m) am 3. Oktober 2011

 

14 sonnenhungrige Wanderer fanden sich am Montagmorgen auf dem Rathausplatz ein mit der Absicht, dem dichten Bodenseenebel zu entfliehen. Die Rechnung ging auf, denn ab Kressbronn schien schon die Sonne. Von unserem Parkplatz in Isny führte uns Günter an der unteren Argen entlang nach Rohrdorf, dort gab es eine sehr schöne Kirche aus dem 12. Jahrhundert zu besichtigen, die zu einem ehemaligen Benediktinerinnenkloster gehört.

Durch den Rohrdorfer Tobel mit seinen zahlreichen Nebentobeln und freigelegten Molasseschichten ging es dann aufwärts. Die Himmelsleiter am Ende des Tobels brachte wohl jeden ins Schwitzen, denn die 300 Höhenmeter mussten auf ziemlich kurzer Distanz überwunden werden.

Auf der Höhe Adelegg wurde dann eine verdiente Vesperpause eingelegt. Der dafür eigentlich vorgesehene Aussichtspunkt erwies sich als untauglich (zu nass, zu klein, zu wenig Aussicht). Die ausschwärmenden Teilnehmer fanden dann aber bald zufriedenstellenden Ersatz.

Frisch gestärkt folgte dann der Abstieg. An der Zengerles Kapelle, einem ganz aus Holz gebauten – innen liebevoll gestalteten und - von außen ganz unscheinbaren Kirchlein zweigte der Weg auf einen schmalen Pfad ab. Alle waren froh, dass es in den letzten Tagen nicht geregnet hatte, denn der Abstieg zum Weiler Wehrlang war ziemlich steil und wäre bei Nässe kaum passierbar gewesen. Der Rückweg führte uns noch am ehemaligen Römerkastell Vermania vorbei, heute nur noch ein flacher, begrünter Hügel.

Zum Glück schon am Ende des Abstiegs nahm ein, bei einer vorangegangen Tour doppelt eingetretenes, „Verhängnis“ seinen Lauf. Wieder löste sich eine Sohle vom Bergschuh!? Das führte zu zahlreichen guten Vorschlägen und bei mir zu der Erkenntnis, dass wir Immenstaader doch sehr aktive Wanderer sein müssen – bei diesem Sohlenverschleiß.

Im Aussichtslokal Max + Moritz oberhalb von Kressbronn hatte Günter fürsorglich 2 Tische für uns bestellt. Mit stärkendem Essen und notwenigem Auffüllen des Flüssigkeitsverlustes klang ein wundeschöner Herbsttag aus und wir dankten Günter Wolf seine Tour, die uns wieder ein Stück unserer reizvollen Landschaft näher gebracht hat.

Inge Polap