Bericht über die Bergtour zur Baader Bergumrahmung am 3. Juli 2011

Die Natur zeigte sich von Ihrer schönsten Seite …..

Obwohl Tourenführer Hermann Gehweiler am Freitag noch meinte, die Tour könnte mangels Anmeldungen eventuell ausfallen, fand sich am Sonntagmorgen eine Gruppe mit sechs Personen zusammen, um sich auf den Weg nach Baad im Kleinwalsertal zu begeben.

Temperatur und Wetter waren optimal und so fiel der Anstieg Richtung Derrenjoch - Güntlispitze - Hochstarzel relativ leicht, zumal mit jedem Höhenmeter der alles beherrschende Widderstein, die Gipfelvielfalt der westlichen Lechtaler Alpen und die Klostertaler Alpen schöner in unser Blickfeld kamen. Die Anstrengung der letzten 40 Minuten Gehzeit vom südlichen Derrenjoch auf den schmalen Grasgipfel der

Güntlispitze wurde mit einem herrlichen Rundumblick und einer kurzen Rast in 2.092 Metern Höhe belohnt.

Wesentlich schneller als hoch ging es auf gleichem Weg wieder zur Wegbiegung des Derrenjochs zurück, um dann den Weg Richtung Hochstarzel einzuschlagen. Auf schmalem Grat, der mit Halteseilen gut gesichert war, ging es nun wieder aufwärts. Stellenweise traute man sich fast nicht beherzt aufzutreten, um die bis in den Weg wachsenden Blumen nicht zu zertreten. Emil machte uns auf die erste Türkenbundlilie aufmerksam, die auf der Wegstrecke erstaunlich oft zu sehen war. Zusammen mit dem gelben purpurnen und blauen Enzian, der Teufelskralle, der Trollblume, Arnikablüten und vielen mehr führte sie uns die ganze Pracht eines blühenden Berghanges vor Augen.

Nach einer nochmaligen Rast machten wir uns auf den eineinhalbstündigen Abstieg, auf dem uns schon bald das Rauschen des Turabaches begleitete. In Baad angekommen, verweilten wir kurz bei einer Tasse Kaffee, um dann nach Hause zurückzufahren.

Den Abschluss machten wir in der Gartenwirtschaft in Raderach, von wo aus wir einen Blick in Richtung unseres Ausflugszieles warfen. Dankbar, dass wir wieder gut angekommen waren, zufrieden mit dem schönen Tag und einer angenehmen Müdigkeit verabschiedeten wir uns voneinander. Dank an den umsichtigen Tourenführer und bis bald.

Ingrid Stehle