Auf die Spitze getrieben….

..nämlich auf die „Regitzer“, wurden wir, eine gut gemischte Gruppe von 12 Personen, von Anette und Jürgen Koyro bei bestem „Kaiserwetter“ und wolkenlosen Himmel.

Starteten wir noch im trüben nieseligen Nebelmeer am Bodensee, so hellte es bald auf und wir hatten schon bei der Anfahrt durch das Rheintal eine traumhafte Weitsicht auf zahllose Alpengipfel in der Morgensonne.

Bei noch frischen Temperaturen kamen wir in Fläsch, dem Ausgangspunkt der Tour, an und es bot sich der eindrucksvolle Anblick der steil aufragenden Felswände, denen wir uns über die östliche Flanke näherten. Der zunächst sehr schmale und steile Pfad führte immer wieder entlang der steilen Felsabbruchkante und gab eindrucksvolle Tief- und Weitblicke frei. Die sehr abwechslungsreiche Wegführung begeisterte durch einen Wechsel aus leuchtend buntem Herbstlaub und besonderer Botanik wie Alpenveilchen und Leberblümchen. Sonnige Wiesenflächen gaben den Blick auf die umliegenden Berggipfel wie Falknis, Alvier und Rappenstein frei. Auffallend waren die vielen Verteidigungsanlagen aus alten Kriegszeiten, die in ansprechender Architektur gestaltet waren.

Bei immer weiter ansteigenden Temperaturen erreichten wir unser Ziel, den Regitzer Spitz. Zum grandiosen Ausblick und traumhaften Wetter bot sich unerwartet eine weitere „Spitze“: ein reich gedeckter Picknicktisch. Selbstgebackener Zucchinikuchen von Anette lud zum gemeinsamen Genuss ein. Nach ausgiebiger Mittagspause blieb der Weg weiterhin spannend - zuweilen war pfadfinderisches Können gefragt. Teilweise führte er nun unterhalb der Felsabbruchkante im ständigen Auf und Ab zurück nach Fläsch. Der letzte Teil führte durch Rebhänge, die sich idyllisch in bunten Herbstfarben im Schutz der Felswände präsentierten - die Nordschweiz hat nicht nur Milch und guten Käse zu bieten! Von der Qualität der Trauben konnten wir uns beim gemütlichen Ausklang bei neuem Wein in einem Torkel überzeugen: Wein Spitze, Tour Spitze, Wetter Spitze, alles Spitze….was will das Wanderherz mehr?

Anette und Jürgen, herzlichen Dank für diese wunderschöne Tour mit ganz besonderem Reiz!

Karin Seuster