Bergtour Montafon-Rundtour Gargellen - Historischer Schmugglerpfad am Samstag 26. August 2017

Diese Höhenrundtour oberhalb 2100 m lockte 16 Wanderer aus Immenstaad und Friedrichshafen (9M/7F) nach Gargellen. Von der Bergstation Schafberg Hüsli (2130 m) ging es ab 9:45 Uhr auf zunächst bequemem Weg und später mäßig steilem Pfad zügig hinauf zum St. Antönier Joch (2379 m). Dort kam nach zuvor bedecktem Himmel die Sonne heraus, die uns auf dem Rest der Tour hold blieb. Nach kurzer Trinkpause auf der A/CH-Grenze folgte als Abstecher von der Schmuggler-Route die Besteigung des 2552 m hohen Riedkopfes. Auf dem Weg über den Grat kam es anfangs zu einer etwas ausgesetzten Stelle, an der sich zwei Teilnehmer zurückzogen und wieder zum Schafberg Hüsli hinunterstiegen. Der Rest erreichte nach 45 min den Gipfelaufbau des Riedkopfes, wo nach Durch­steigen einer kleinen Scharte und ein paar Metern leichter Kraxelei das Gipfelkreuz wartete. Bei der halbstündigen Gipfelrast - pünktlich zu Mittag - bot sich ein atemberaubender Blick auf die benachbarten weißen Kalksteinwände von Sulzfluh, Drusenturm und Schesaplana, in der anderen Richtung hinein in die Silvretta mit Seehörnern, Piz Buin und Dreiländerspitze.

Zurück auf dem St. Antönier Joch warteten 100 steile Höhenmeter hinauf zur Nordwest-Schulter der Gargellener Köpfe auf Punkt 2477 m, anfangs mit einer kurzen felsigen, drahtseilgesicherten Passage, danach überwiegend auf schotterigem Untergrund. Weniger mühevoll war der anschließende Abstieg auf Schweizer Seite hinunter zum kleinen, türkis leuchtenden Gafiersee (2290 m), wo eine kurze Trinkpause eingelegt wurde. Durch Blocklandschaft und Geröll stieg der Pfad Richtung Gafierjoch wieder auf 2460 m hinauf. Beim Steemendlis eröffnete sich der Blick auf die zum Greifen nahen Felsen und Schotterkegel der Madrisa, der uns auf dem Abstieg über das Gafierjoch (2415 m) zur Bergstation begleitete. Der teils verblockte, teils schotterige Weg verlangte auch am Ende der Tour noch hohe Aufmerksam­keit bei der Trittwahl.  

Durch die zahlreichen Auf- und Abstiege während dieser Rundtour kamen am Ende über 800 Hm bei einer Strecke von gut 11 km zustande. Dankbar für das Kombiticket Berg- und Talfahrt, erreichten wir nach 7 h wieder die Talstation. Beim gelungenen Abschluss-Hock im benachbarten Hotel Marmotta galt der Dank der Teilnehmer der wiederum umsichtigen Führung von Wolfgang und Brigitte Nosse. Fazit der ermüdeten Teilnehmer: Schmuggeln war früher ein harter Job.

Eugen Hörmann