Bericht über die Radtour in Oberschwaben am 24. Juni 2017

4 Radlerinnen mit Tourenbegleiter starteten am Samstag um 9.30 Uhr am Bahnhof Aulendorf zur Rundtour im Herzen von Oberschwaben.

Nach der Hitzewelle hatten wir an diesem Tag ideales Radfahrwetter. Am Firmensitz des Wohnmobilherstellers Carthago vorbei führte uns der Weg zunächst zum Kloster Reute. Hier lebte Elisabeth Achler, später die „Gute Beth“ genannt. Sie wurde 1766 seliggesprochen und wird nach wie vor vom Volk verehrt. Die St. Elisabeth-Stiftung ist heute Träger verschiedener sozialer Einrichtungen.

Weiter ging die Fahrt durchs Steinacher Ried nach Bad Waldsee, das wir in Richtung Michelwinnaden durchfuhren. Bei diesem Ort entspringt die Riß, die nach 50 km in die Donau mündet. An der Burg in Michelwinnaden, wo am Abend das Burgfest stattfand, machten wir Mittagsrast unter hohen, schattenspendenden Bäumen.

Bald danach erblickten wir auf der Weiterfahrt unser nächstes Ziel, die erhaben in der Landschaft thronende „schönste Dorfkirche der Welt“ in Steinhausen.

Das Barockkleinod wurde in den Jahren 1728-1731 von dem berühmten Baumeister Dominikus und seinem Bruder, Johann Baptist Zimmermann erbaut. Wer die Kirche besucht, ist zum Schauen, innehalten und staunen eingeladen. Das Gotteshaus ist für Hochzeiten beliebt, auch an diesem Samstag traute sich ein Paar.

Nach Kaffee und Kuchen im stilvoll angelegten Garten des bekannten Landgasthofs

„Zur Linde“ ging es gestärkt weiter. Über dem Ort Kleinwinnaden wurde 1997 auf einem Hügel eine hübsche Kapelle errichtet. Davor eine Strahlenkarte aus Messing, damit sich die bei klarer Sicht erkennbaren Alpenberge bestimmen lassen. Nun ging es durch einen Wald hinunter zur Schussenquelle, die uns mit klarem, kalten Wasser erfrischte.

Über Bad Schussenried, mit „Radler“pause im Biergarten der dortigen Brauerei mit dem sehenswerten Bierkrugmuseum, radelten wir an Otterswang vorbei, das für seinen aufwändig gestalteten Erntedankaltar bekannt ist, nach Aulendorf zurück.

Da wir mit der Bahn zum Startpunkt und zurück fuhren war die größte Anstrengung des Tages, die schweren Pedelecs die Treppen an den Bahnhöfen FN und Aulendorf hinunter- und herauf zu tragen. Wir waren aber positiv überrascht, dass wir dabei von jungen Männern Hilfe bekamen und auch das Zugpersonal war freundlich und hilfsbereit.

Bei der Verabschiedung bedankten sich die Radlerinnen bei Franz, der die abwechslungsreiche Tour plante und führte, sehr herzlich.

Irmgard Jankowiak