4 Radlerinnen mit Tourenbegleiter starteten am Samstag um 9.30 Uhr am Bahnhof Aulendorf zur Rundtour im Herzen von Oberschwaben.

Nach der Hitzewelle hatten wir an diesem Tag ideales Radfahrwetter. Am Firmensitz des Wohnmobilherstellers Carthago vorbei führte uns der Weg zunächst zum Kloster Reute. Hier lebte Elisabeth Achler, später die „Gute Beth“ genannt. Sie wurde 1766 seliggesprochen und wird nach wie vor vom Volk verehrt. Die St. Elisabeth-Stiftung ist heute Träger verschiedener sozialer Einrichtungen.

Weiter ging die Fahrt durchs Steinacher Ried nach Bad Waldsee, das wir in Richtung Michelwinnaden durchfuhren. Bei diesem Ort entspringt die Riß, die nach 50 km in die Donau mündet. An der Burg in Michelwinnaden, wo am Abend das Burgfest stattfand, machten wir Mittagsrast unter hohen, schattenspendenden Bäumen.

Bald danach erblickten wir auf der Weiterfahrt unser nächstes Ziel, die erhaben in der Landschaft thronende „schönste Dorfkirche der Welt“ in Steinhausen.

Das Barockkleinod wurde in den Jahren 1728-1731 von dem berühmten Baumeister Dominikus und seinem Bruder, Johann Baptist Zimmermann erbaut. Wer die Kirche besucht, ist zum Schauen, innehalten und staunen eingeladen. Das Gotteshaus ist für Hochzeiten beliebt, auch an diesem Samstag traute sich ein Paar.

Nach Kaffee und Kuchen im stilvoll angelegten Garten des bekannten Landgasthofs

„Zur Linde“ ging es gestärkt weiter. Über dem Ort Kleinwinnaden wurde 1997 auf einem Hügel eine hübsche Kapelle errichtet. Davor eine Strahlenkarte aus Messing, damit sich die bei klarer Sicht erkennbaren Alpenberge bestimmen lassen. Nun ging es durch einen Wald hinunter zur Schussenquelle, die uns mit klarem, kalten Wasser erfrischte.

Über Bad Schussenried, mit „Radler“pause im Biergarten der dortigen Brauerei mit dem sehenswerten Bierkrugmuseum, radelten wir an Otterswang vorbei, das für seinen aufwändig gestalteten Erntedankaltar bekannt ist, nach Aulendorf zurück.

Da wir mit der Bahn zum Startpunkt und zurück fuhren war die größte Anstrengung des Tages, die schweren Pedelecs die Treppen an den Bahnhöfen FN und Aulendorf hinunter- und herauf zu tragen. Wir waren aber positiv überrascht, dass wir dabei von jungen Männern Hilfe bekamen und auch das Zugpersonal war freundlich und hilfsbereit.

Bei der Verabschiedung bedankten sich die Radlerinnen bei Franz, der die abwechslungsreiche Tour plante und führte, sehr herzlich.

Irmgard Jankowiak

Strahlender Sonnenschein begrüßte uns schon, als wir um 8.00 Uhr am Rathausplatz in Immenstaad in vier vollbesetzen PKW in Richtung Alpenhotel Hochhäderich (1227 m) losfuhren. Die Sonne sollte uns den ganzen Tag treu bleiben, wobei sich ein fast stetig wehender leichter Luftzug während der gesamten Rundwanderung als sehr angenehm erwies.

Alle 16 Teilnehmer, 8 Frauen und 8 Männer, starteten gut gerüstet und hochmotiviert auf dem Panoramaweg zum Berggasthaus Hochhäderich, wo wir uns noch vor dem kurzen Gipfelanstieg mit mitgebrachten Getränken erfrischten. Nicht nur auf dem Gipfel (1565 m) sondern fast auf der gesamten Gratwanderung hatten wir atemberaubende Ausblicke auf das Allgäu im Norden und das Bodenseegebiet in der Ferne. Im Süden sahen wir von Hittisau über das Lecknertal auf die Berge des Bregenzer Waldes. Der Gratweg erforderte durchaus Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und erwies sich als Single Trail für Wanderer, führte über Wurzeln, durch, über und unter Nagelfluh-Felsen entlang fast immer der Gratlinie folgend auf und ab. Die ausgesetzten Stellen und die steileren Abstiege waren gut durch Drahtseile gesichert. Alle Mühen waren durch traumhaft blühende Bergwiesen, hier auf kleinstem Raum, mit weißem Germer, vereinzelt gelbem Enzian, beide noch ohne Blüten, Storchschnabelarten, Labkraut, Veronica-Ehrenpreis, gelbem Hornklee, Johanniskraut, echtem und unechtem und vielen anderen Bergblumen belohnt. Unsere Gartenexpertin Karin half beim Bestimmen und klärte uns über Nutzen und auch Verzehrrisiken auf. Zweiter Gipfel war der Falken1561 m. Beim Abstieg zum Falkenhaus ging es noch einmal durch eine kleine Felsrinne, nach der sich alle auf die Mittagsrast, nach gut 3 Stunden, beim Falkenhaus freuten. Hier konnte man neben dem mitgebrachten Vesper natürlich auch ein kühles Bier oder anderes Getränk seiner Wahl genießen. Danach ging es auf sanft auf und ab angelegtem Panoramaweg weiter zur gut besuchten Hörmoos-Alpe. Da sich die Hochhäderich-Talstation im Sommerschlaf befindet, wurde schon hier die verdiente Kaffeepause gemacht. Weiter führte der Weg immer mit Blick auf Allgäu und Bodensee durch Hochmoorwiesen, wo wir noch einmal die Blumenvielfalt u. a. mit Knabenkräutern (heimischen Orchideen), Wollgras und rosa blühendem Schlangenknöterich bewundern durften.

Gefallen hat diese abwechslungsreiche und von Brigitte und Wolfgang sehr umsichtig geführte Tour allen, so dass wir angenehm müde am Spätnachmittag Immenstaad wieder erreichten.                                                                                                                    

Renate Weber

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir morgens kurz nach 9.00 Uhr mit dem Bus von Immenstaad nach Überlingen gefahren.

Mit dem Schiff, das schon gut besucht war, ging es nach Wallhausen. Das Schwimmbad hat mir gefallen. Der Hafen war bis in die 1950er Jahr Umschlagort für Holz und Granit. Sie lebten sehr lange von der Fischerei und der Landwirtschaft. Im Laufe der Zeit wurde der Güterhafen zum Sportboothafen umgebaut. Es gibt dort eine Tankstelle und eine Werft. Der Hafen dient als Anlaufstelle der Überlinger Fähre. Im Jahre 1988 erhielt Dettingen-Wallhausen das Prädikat Erholungsort. Heute leben einige der Bevölkerung vom Fremdenverkehr.

Von Wallhausen ging es durch Felder und Wiesen auf dem Premium Wanderweg Seegang, vorbei an Dingelsdorf und Dettingen, zum Aussichtspunkt Olber. Die Orientierung ist dank der lückenlosen Markierung sehr einfach.

Von dort ging es weiter zum Purren. Dort gibt es einen sehr schönen Rastplatz. Mit herrlichem Blick auf den Überlinger See machten wir Picknick. Anschließend Richtung Litzelstetten mit schöner Sicht zur Insel Mainau.

Litzelstetten ist ein Stadtteil von Konstanz. Die Insel Mainau gehört zu Litzelstetten und seit der Eingemeindung zu Konstanz. Der Eingang zur Blumeninsel Mainau wird mit einem Abstieg durch Litzelstetten erreicht. Wir sind am Eingang der Insel Mainau auf dem Seegang weiter gelaufen zu einer wunderschönen Gartenwirtschaft (Biergarten St. Katharina). Dort haben wir uns mit Essen und Getränken verwöhnt.

Weiter ging unsere Wanderung im schattigen Erlebniswald Mainau mit Kletterwald zur Universität, dann durch den parkartigen Hockgraben und den Lorettowald zum Hörnle. Wir haben das Hörnle mit seinem Strandbad rechts liegen lassen und sind weiter auf dem Uferweg Richtung Staad zum Anlegeplatz der Fähre Konstanz-Meersburg. Von Meersburg sind wir mit dem Bus nach Immenstaad gefahren. Da war unsere 18 km Wanderung beendet.

Es waren sehr nette Leute dabei und durch die Unterhaltung hat man gar nicht gespürt, dass wir so viele km gelaufen sind. Es hat riesigen Spaß gemacht. Franz Jankowiak hat uns als Wanderbegleiter ganz toll geführt.

Christina Tröger

Für den Nachmittag waren einzelne Schauer angesagt, aber wir starten frohgestimmt mit Sonne im Herzen und am Himmel.

In Hundersingen ist die ehemalige Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal zum Keltenmuseum umgebaut worden. Den neuesten Fund bekommen wir leider noch nicht zu sehen, weil die Sonderausstellung erst am morgigen Sonntag eröffnet wird: „Der Reiter von Unlingen“ (Ldkrs.Biberach) eine kleine Bronzestatuette, die einen Reiter auf einem Pferd zeigt, das vorn und hinten einen Kopf hat. Im Museum werden Fundstücke aus der Heuneberg Region gezeigt und ihre Herstellung und der Gebrauch erläutert. Die Bronzezeit brachte die erste stärkere Besiedelung und mit der Eisenzeit (Späthallstatt) begann um etwa 620 v. Chr. die große Zeit der Heuneburg.

Diese Siedlung wurde schon planmäßig gebaut und erinnert an etruskische und phönizische Vorbilder aus dem Mittelmeerraum. Auf dem Burgbergplateau umschloss eine mehrere Meter hohe „Lehmziegelmauer“ fast die gesamte bebaute Fläche wie eine Stadtmauer. Um die Mitte des 5. Jh. v. Chr. erwähnt der Griechische Geschichtsschreiber Herodot die „Keltenstadt Pyrene“ an der Oberen Donau. Die Heuneburg könnte daher die älteste „stadtartige“ Siedlung nördlich der Alpen gewesen sein. Die Lage war verkehrsgünstig an der Donau, an Fernverkehrswegen, nach Norden für den Bernsteinhandel und nach Süden für die feinen Keramiken aus Athen und Wein in Amphoren aus Massalia (dem griechischen Marseille).

Bei der kurzen archäologischen Wanderung vom Museum zur Burg sehen wir uns zwei der großen Grabhügel an. Einige dieser Hügel hatten bis zu 13 m Höhe und bis zu 70 m Durchmesser und dienten für mehrere Personen als Grabstelle, auch für Urnenbestattungen. Zum Schluss sehen wir uns die in Originalgröße rekonstruierten Wohn- und Werkstatthäuser, das große „Herrenhaus“ und das Eckbauwerk der Lehmziegelmauer an. Bei den Bauwerken der Burg wurde nur für Sockel oder Fundamente Naturstein verwendet. Die Wände der Wohnhäuser, Werkstätten und Speicher waren aus Lehmfachwerk.

Für den lehrreichen Tag bedanken wir uns bei Günter Wolf bei einem gemütlichen Abendessen im Adler in Hefigkofen.

Eberhard Dahms

Die Wetterprognose für unsere Abschlusswanderung war super, aber offenbar konnten sich das nur wenige Menschen am total verregneten Freitag vorstellen, so dass wir nur zu Fünft „on tour“ waren.

Wir erlebten eine traumhafte Wanderung bei strahlend blauem Himmel und phantastischer Herbstfärbung.

Unser Ziel war der Kapf – vom Ausgangspunkt Götznerberg auf dem Schreckweg zum Gipfel. 700 hm Aufstieg mit sensationellem Blick auf das Rheintal und „unsere“ schon leicht verschneiten Berge.

Auf dem Gipfel, schon fast traditionsgemäß bei Anette und Jürgen, gab es ein Picknick mit köstlichen Leckereien.

Beim Abstieg sahen wir noch ein kleines Life-Konzert. Offensichtlich wurde auf einer einsamen Bergwiese ein Video-Clip gedreht und wir waren begeistertes Publikum. Weiter unten im Wald, nahmen wir den Abzweig nach Meschach, besichtigten dort die kleine Kirche und setzten dann unseren Abstieg nach Götznerberg fort.

Es war eine rundum herrliche Wanderung bei schönstem Herbstwetter. Herzlichen Dank an Anette und Jürgen für die Organisation.

Inge + Ernst