Das Wetter der vergangenen Monate meinte es gut mit uns Radler-Freunden:
Von Mitte April bis Ende Oktober 2017 konnten 25 Touren durchgeführt werden. Die Länge der Touren variierte zwischen 22 und 42 km. Bei einem Mittelwert von 32 km summieren sich die zurückgelegten Strecken auf 800 km. Die Beteiligung an den Touren lag im Mittel bei 10 Personen, wobei etwa 30% mit reiner Muskelkraft unterwegs waren und 70% auf Pedelecs fuhren. 2 Plattfuß-Pannen waren zu verzeichnen. Der Fahrradhelm ist zur Selbstverständlichkeit geworden und dass die Saison unfallfrei verlief, ist nicht zuletzt auch der disziplinierten Fahrweise aller Teilnehmer zu verdanken. Nochmal Danke an alle Mitradler, auch fürs „Füttern“ unseres Spar- und Glücks-Schweines und an Albert Endres und Hans Kesenheimer, die als Tourenführer zu Verfügung standen, wenn ich verhindert war.

Allen Radler-Freunden wünschen wir eine geruhsame Vorweihnachtszeit und laden ein zu den monatlichen Hocks unserer DAV-Ortsgruppe.

Wolfgang Nosse

Der Hauchenberg ist der mächtigste der langestreckten Bergkämme zwischen Immenstadt, Kempten und Isny, die im Alpenvorland entstanden. Gleichzeitig mit der Alpenfaltung setzte auch die Verwitterung und Abtragung ein. Teile des Gesteinsmaterials – Schlamm, Sand und Kies – wurden im Norden in dicken Schichten als Molasse abgelagert. Der wenig weiter südlich liegende Kühberg ist ebenfalls Teil dieser Höhenrücken – wenn auch nicht ganz so hoch wie der Hauchenberg.

Die Wanderung führte uns, eine kleine Gruppe von 4 Wanderern, von Missen hinauf auf den langen Kammweg des Hauchenberg. Die Sicht nach Süden ins Illertal und die Allgäuer Alpen war beeinträchtigt durch tiefziehende Wolken bei auffrischendem Wind. Die Wanderstrecke mit 16 km umrundet die Ortschaften Missen, Börlas, Diepolz und Knottenried. Unsere Vesper konnten wir windgeschützt im Eingangsbereich des Bergbauernmuseums in Diepholz verzehren. Dieses Museum ist ein Geheimtipp für einen Familienausflug mit Kindern, dessen Besuch sich mit einer Wanderung auf dem 5 km langen, Erlebnispfad, dem „Kuhnigundenweg“ verbinden lässt. Das im Jahr 2001 eröffnete Museum lässt einen Bauernhof mit Kräutergarten, eine Imkerei und eine historische Dorfsennerei mit Käsküche originalgetreu wieder lebendig werden. Jüngere Besucher begeistern sich vor allem für die vielen Kühe, Stein- und Bergschafe, Hühner, Schweine und Katzen zum Streicheln.

Zum Ausklang unserer langen, schönen Wandertour gönnten wir uns in der Brauerei Schäffler in Missen noch eine Stärkung und ein frisch gezapftes Bier aus heimischer Produktion.

W.Nosse

Am 22.10.2017 versammelten sich 15 Wanderfreudige der OG Immenstaad, um im Montafon die diesjährige Wandersaison offiziell zu beenden.

Die Wetterprognose für den Samstag war so überzeugend, dass wir keine Minute dieses schönen Tages für Nebensächlichkeiten vergeuden wollten. Wir verzichteten zunächst auf den Bezug unseres Quartiers und trafen uns direkt am Ausgangspunkt unserer Tagestour, in Tschagguns. Eine kleine Gruppe startete zu einer gemütlichen „Wasserrunde“, ein paar wild Entschlossene wollten noch einmal hoch hinaus, die Tschaggunser Mittagsspitze (2168m) war unser begehrtes Ziel.

In Grabs (1393m) schnürten wir die Wanderstiefel, der Start war von den unterschiedlichsten Sinneseindrücken geprägt: begleitet von einem Güllefahrzeug und umgeben von eindrucksvollen Bergriesen wie Zimba, Wandanser Steinwand, Drei Türme und Sulzfluh mussten wir uns entscheiden zwischen Verweilen und Flucht.

Der recht steile Wegverlauf durch herbstlich bunten Wald erforderte gute Kondition und eine freie Lunge, das Güllefahrzeug wurde schnell immer kleiner und für unsere Atmung unbedeutender. Dafür konnten wir nun die Bergwelt ungetrübt genießen. Der Wald gab immer wieder schöne Ausblicke frei, auf der gegenüberliegenden Talseite waren wir im vergangenen Jahr unterwegs.

Wir ließen die Vegetation hinter uns und hatten nun ungetrübten Blick auf unser Ziel, die steile Wand erschien unbezwingbar und flößte Respekt ein. Nach einer kurzen Stärkung ließen wir die Wanderstöcke zurück und erklommen unter Zuhilfenahme der Vorderfüße den Gipfel. Loses Gestein mahnte zur Vorsicht, Konzentration und sehr achtsames Gehen war gefordert. Gegen 13 Uhr war jede Mühe der 800Hm im Aufstieg vergessen, unsere Augen strahlten, wir waren glücklich und ein wenig stolz, als wir uns mit kameradschaftlichen „Berg heil“ umarmten und zum Gipfelsieg gratulierten. Das wohlverdiente Vesper schmeckte köstlich, die Fotoapparate wurden gequält, die umliegenden Gipfel benannt, Erinnerungen an ihre Besteigungen wurden ausgetauscht, dann zog Stille ein und jeder hing seinen Gedanken nach. Die Sonne wärmte noch, am Himmel zeigten sich Föhnlinsen, erste Anzeichen der nahenden Wetteränderung.

Es kam, wie es kommen musste- es wurde Zeit aufzubrechen. Sehr achtsam und hochkonzentriert kletterten wir nun wieder im Fels hinab. Wieder sichereren Boden unter den Füßen, konnten wir nun sehr entspannt die wunderschöne Herbststimmung, die grandiose Fernsicht und die Leichtigkeit des Tages genießen. Es war eine traumhaft schöne Tour, wir waren dankbar für diesen wunderschönen Tag, den Wolfgang und Brigitte sehr verantwortungsbewusst für uns vorbereitet hatten.

Die fünfköpfige, weniger konditionsstarke Gruppe startete bequem mit dem Postbus bis zur Haltestelle am Stausee Latschau (985 m). Hier sieht man das Lünerseewerk und das riesige Staubecken. Zuerst ging unser Weg am Kraftwerk vorbei Richtung Gauertal, eine kleine Brücke führte über den Golmerbach und dann kamen wir zur wassergetriebenen Säge von „Mülli Ferdi“ am Rasafeibach. Hier schauten wir interessiert zu, wie ein Baumstamm mit Hilfe der Wasserkraft in Bretter gesägt wird. Der ca. 13-jährige Sohn des Betreibers zeigte und erklärte uns dann die über 100 Jahre alte Anlage.

Auch sein Vater und sein Opa unterhielten sich anschließend mit uns und man merkte, wie sie mit viel Herzblut und Sachverstand ihre Arbeit verrichten. Der Sohn wird die historische Säge aber nicht weiterbetreiben, er betätigt sich höchstens als Museumsführer, wenn die Säge einst dort steht.

Weiter ging‘s zum Ziegerberg, wo wir einen kleinen Abstecher zur „Kräuterbäuerin“

machten. Wir betraten den urigen Verkaufsraum, der gleichzeitig auch Wohnstube ist und staunten über die reiche Auswahl an heimischen Produkten aus eigener Herstellung. Es gab Tannawipfale (Honig), 7Gebirgskräutertee, Johannis-, Beinwell- und Arnika-Öl und viel „Gesundes“ mehr. Eberhard erstand ein Tannawipfale und ließ beim Frühstück am Sonntagmorgen alle davon kosten.

Auf dem Rückweg zum Aquaweg schallte plötzlich laute Musik durch den Wald. Dann sahen wir eine Gruppe fröhlicher, junger Männer, die mit großer Musikbox und einigem Getränkevorrat unterwegs war und viel Spaß hatte. Wir wünschten uns gegenseitig einen schönen Tag.

Vom Ziegerberg führte uns der schöne Panoramaweg an einer verborgenen Schwefelquelle und an einem ferngesteuerten Kraftwerk vorbei ins Gampadelstal und weiter zum Stausee bei Bitschweil (1.080 m). Er war nur halb voll und die grauschwarzen Staumauern nicht schön anzusehen. Deshalb wanderten wir weiter, bis wir eine Wiese, die nicht frisch mit Gülle bedeckt war, zum Rastmachen fanden. Wir genossen das mitgebrachte Vesper, die schöne Umgebung und die wärmenden Sonnenstrahlen.

Dann traten wir den Rückweg nach Tschagguns an und fuhren anschließend mit dem Auto zur Markdorfer Skihütte in Gortipohl. Unsere Unterkunft war ein hübsches Holzhaus im Montafoner Baustil. Dort war der Kaffee schnell aufgebrüht, der Kuchen aufgeschnitten und die Kaffeetafel gedeckt. Bald darauf traf auch unsere Bergsteigergruppe ein.

Wir tauschten die Erlebnisse und Eindrücke des Tages aus und gönnten uns etwas Erholung, bevor wir die Duschen und anschließend die Küche mit Beschlag belegten. Gemeinsam bereiteten wir unser Festessen vor – eine üppiges Raclette-Mahlzeit und zwei große Schüsseln Obstsalat (mit 5 gehäuften Esslöffeln Williams!) In der geräumigen Küche geht es natürlich recht lustig zu, ein Gläschen Sekt am „Arbeitsplatz“ hebt die Stimmung und trägt wesentlich zum Gelingen des Festschmauses bei. Es wird wie immer ein sehr gemütlicher, fröhlicher Abend, die Stunden vergehen im Flug und zurück bleiben leere Schüsseln und Teller, satte Bäuche und zufriedene, glückliche, aber müde Wanderer. Wen kümmert's, dass nachts Wassermassen vom Himmel fallen!

Es kümmert uns auch am nächsten Morgen kaum, die Stimmung ist gut, die Hütte gemütlich und warm, der Frühstückstisch schon wieder reichlich gedeckt, die Muskeln ohnehin noch etwas müde und ruhebedürftig und der gestrige Tag nicht zu toppen. Regen und Nebel zaubern an den Berghängen stimmungsvolle Bilder, aber die können wir von drinnen genauso genießen. 30 fleißige Hände packen die Taschen, reinigen das Haus und verstauen sehr wenig übrig gebliebene Lebensmittel.

Voller schöner Erinnerungen und unvergesslicher Erlebnisse verabschieden wir uns voneinander und treten die Heimfahrt an, wohl wissend, dass wir an diesem kalten, regnerischen Sonntag im warmen zu Hause besser aufgehoben sind als in den Bergen.

Danke, Brigitte und Wolfgang, für die gute Vorbereitung und umsichtige Organisation dieses Wochenendes, danke Albert für die Begleitung auf dem Aqua-Weg und danke allen Teilnehmern für diese schönen gemeinsamen Stunden.

Anette Koyro und Irmgard Jankowiak

 

..nämlich auf die „Regitzer“, wurden wir, eine gut gemischte Gruppe von 12 Personen, von Anette und Jürgen Koyro bei bestem „Kaiserwetter“ und wolkenlosen Himmel.

Starteten wir noch im trüben nieseligen Nebelmeer am Bodensee, so hellte es bald auf und wir hatten schon bei der Anfahrt durch das Rheintal eine traumhafte Weitsicht auf zahllose Alpengipfel in der Morgensonne.

Bei noch frischen Temperaturen kamen wir in Fläsch, dem Ausgangspunkt der Tour, an und es bot sich der eindrucksvolle Anblick der steil aufragenden Felswände, denen wir uns über die östliche Flanke näherten. Der zunächst sehr schmale und steile Pfad führte immer wieder entlang der steilen Felsabbruchkante und gab eindrucksvolle Tief- und Weitblicke frei. Die sehr abwechslungsreiche Wegführung begeisterte durch einen Wechsel aus leuchtend buntem Herbstlaub und besonderer Botanik wie Alpenveilchen und Leberblümchen. Sonnige Wiesenflächen gaben den Blick auf die umliegenden Berggipfel wie Falknis, Alvier und Rappenstein frei. Auffallend waren die vielen Verteidigungsanlagen aus alten Kriegszeiten, die in ansprechender Architektur gestaltet waren.

Bei immer weiter ansteigenden Temperaturen erreichten wir unser Ziel, den Regitzer Spitz. Zum grandiosen Ausblick und traumhaften Wetter bot sich unerwartet eine weitere „Spitze“: ein reich gedeckter Picknicktisch. Selbstgebackener Zucchinikuchen von Anette lud zum gemeinsamen Genuss ein. Nach ausgiebiger Mittagspause blieb der Weg weiterhin spannend - zuweilen war pfadfinderisches Können gefragt. Teilweise führte er nun unterhalb der Felsabbruchkante im ständigen Auf und Ab zurück nach Fläsch. Der letzte Teil führte durch Rebhänge, die sich idyllisch in bunten Herbstfarben im Schutz der Felswände präsentierten - die Nordschweiz hat nicht nur Milch und guten Käse zu bieten! Von der Qualität der Trauben konnten wir uns beim gemütlichen Ausklang bei neuem Wein in einem Torkel überzeugen: Wein Spitze, Tour Spitze, Wetter Spitze, alles Spitze….was will das Wanderherz mehr?

Anette und Jürgen, herzlichen Dank für diese wunderschöne Tour mit ganz besonderem Reiz!

Karin Seuster

Diese Höhenrundtour oberhalb 2100 m lockte 16 Wanderer aus Immenstaad und Friedrichshafen (9M/7F) nach Gargellen. Von der Bergstation Schafberg Hüsli (2130 m) ging es ab 9:45 Uhr auf zunächst bequemem Weg und später mäßig steilem Pfad zügig hinauf zum St. Antönier Joch (2379 m). Dort kam nach zuvor bedecktem Himmel die Sonne heraus, die uns auf dem Rest der Tour hold blieb. Nach kurzer Trinkpause auf der A/CH-Grenze folgte als Abstecher von der Schmuggler-Route die Besteigung des 2552 m hohen Riedkopfes. Auf dem Weg über den Grat kam es anfangs zu einer etwas ausgesetzten Stelle, an der sich zwei Teilnehmer zurückzogen und wieder zum Schafberg Hüsli hinunterstiegen. Der Rest erreichte nach 45 min den Gipfelaufbau des Riedkopfes, wo nach Durch­steigen einer kleinen Scharte und ein paar Metern leichter Kraxelei das Gipfelkreuz wartete. Bei der halbstündigen Gipfelrast - pünktlich zu Mittag - bot sich ein atemberaubender Blick auf die benachbarten weißen Kalksteinwände von Sulzfluh, Drusenturm und Schesaplana, in der anderen Richtung hinein in die Silvretta mit Seehörnern, Piz Buin und Dreiländerspitze.

Zurück auf dem St. Antönier Joch warteten 100 steile Höhenmeter hinauf zur Nordwest-Schulter der Gargellener Köpfe auf Punkt 2477 m, anfangs mit einer kurzen felsigen, drahtseilgesicherten Passage, danach überwiegend auf schotterigem Untergrund. Weniger mühevoll war der anschließende Abstieg auf Schweizer Seite hinunter zum kleinen, türkis leuchtenden Gafiersee (2290 m), wo eine kurze Trinkpause eingelegt wurde. Durch Blocklandschaft und Geröll stieg der Pfad Richtung Gafierjoch wieder auf 2460 m hinauf. Beim Steemendlis eröffnete sich der Blick auf die zum Greifen nahen Felsen und Schotterkegel der Madrisa, der uns auf dem Abstieg über das Gafierjoch (2415 m) zur Bergstation begleitete. Der teils verblockte, teils schotterige Weg verlangte auch am Ende der Tour noch hohe Aufmerksam­keit bei der Trittwahl.  

Durch die zahlreichen Auf- und Abstiege während dieser Rundtour kamen am Ende über 800 Hm bei einer Strecke von gut 11 km zustande. Dankbar für das Kombiticket Berg- und Talfahrt, erreichten wir nach 7 h wieder die Talstation. Beim gelungenen Abschluss-Hock im benachbarten Hotel Marmotta galt der Dank der Teilnehmer der wiederum umsichtigen Führung von Wolfgang und Brigitte Nosse. Fazit der ermüdeten Teilnehmer: Schmuggeln war früher ein harter Job.

Eugen Hörmann