Touren am Lago di Como

   Tag 1 1 auffahrt

Früh ging es los, um 6 Uhr Abfahrt mit dem Bus in Richtung Lago di Como, oder besser gesagt östlich davon. Unser Busfahrer Peter meisterte den Splügen und über Morbend fuhren wir am ersten Tag nach Olmo al Brembo in die Bergamasker Alpen bzw. Alpe Orobie. Hier starteten wir eine kleine mittags Tour rund um Ornica und Pizzo di Cusio. Die Auffahrt ging in einer angenehmen Steigung auf Asphaltierten Straßen dem Tal entlang. Ab Valtorta geht es steil in die Höhe. Nachdem wir bei Pizzo del Rocco den höchsten Punkt der Tour passiert haben, schlängelten wir uns auf der Höhe entlang an Ornica vorbei und gingen bei Cusio in die Abfahrt. Der Wanderweg führte uns durch den Ort und ging erst im unteren Teil auf einem unbefestigten Weg über. Hier gab es einen technischen Defekt (Schaltwerk abgerissen), was aber die Weiterfahrt kaum hinderte. Für eine kurze Nachmittagsrunde waren die 1100hm und ca. 30 km ausreichend (gefahren wurde hier überwiegend im S1 Bereich).

 

In San Pellegrino Terme, einem fast vergessenen und sehr pittoresken Erholungsort der besseren italienischen Gesellschaft, angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel direkt an der Plazza. Dabei wurden wir von einem anstehenden Bier Fest überrascht. Nachdem der Defekt behoben wurde - Einbau eines neuen Schaltwerks in einer nahegelegenen Bike Werkstatt (Google sei Dank) ging es auf das Fest, bei dem so manches kurioses Bier probiert wurde. Um den Abend ausklingen zu lassen nahmen wir zuerst ein Aperitif zu uns. Später suchten wir im Ort eine Pizzeria, welche dann schlussendlich das Nachbarrestaurant war.

Am nächsten Morgen wurde wieder alles zusammengepackt und wir fuhren nach Alemenno San Bartolomeo, um von hier aus auf den Monte Linzone zu fahren. Der Aufstieg ging im Gegensatz zum ersten Tag recht schnell in einen Forstweg über, welcher sich am Hang entlang schlängelte und so manchen steilen Stich hatte, an welchen meist geschoben werden musste.

Nach einer kurzen Abfahrt am Monte Piacca ging es um einen Steinbruch herum recht steil, aber asphaltiert, auf den Passo di Valcava. Nach einer kurzen Pause bei Prato della Costa rollten wir den Kamm entlang auf den Monte Linzone, auf den wir die herrliche Aussicht über die Po Ebene genossen. Wir folgten den Trail am Kamm entlang, welcher so manche kurze Trage Passage und durch sein loses Geröll, welches eine gute fahrtechnische Bike Beherrschung verlangte, uns positiv in Erinnerung bleibt.

Nach einer Rast in Roncola wurde der Trail immer flowiger. Zum Schluss mündete der Trail in verschiedene Bike Trails, was eine Wegfindung erschwerte. Als wir vom Wald ausgespuckt wurden, ging es auf der Straße wieder zurück zum VW Bus. Am Ende des Tages standen 1500hm und 34km auf der Uhr (gefahren wurde überwiegend S2).

Wieder alles eingepackt und ab zur Unterkunft nach Como. Hier bezogen wir über AirBnB eine liebevoll hergerichtete Ferienwohnung und genossen den Abend in einer nahegelegenen Pizzeria. Am Abend wurden noch Pläne für den nächsten Tag geschmiedet, es stand sie Tour „Como – Bellagio“ (2100hm / 76Km) zur Diskussion. Nach so manchen Gesprächen wurde die Tour angenommen.

Tag 2 1 Auffahrt Monte Piacca Tag 2 2 Monte Linzone

Tag 2 3 Monte Linzone klein

 

Mit dem Hintergrund wissen der hm/km ging es am nächsten Morgen dementsprechend früh los. Wir schraubten uns auf Asphaltstraßen immer weiter empor, bis wir nach San Maurizio über Cao auf den Forstweg einstiegen. Was uns überraschte, dass der Weg sehr gut ausgebaut ist, und speziell an den steilen Anstiegen sogar betoniert ist. Immer wieder konnten wir über den West Ausläufer des Lago di Como blicken, den Motorbooten und den malerischen Ortschaften.

Im Refugio Angelo Riella machten wir unsere erste Pause und genossen den Ausblick bei einem Espresso. Hier schien auch ein zentraler Punkt zu sein, denn viele der Mountainbiker nahmen dieses Refugio als Ziel und begannen von hier aus wieder ihre Abfahrt. Nur ein Teil fuhr weiter um, wie wir, die gesamte Tour zu fahren.

Weiter ging es über eine kurze Trail Sektion entlang des Bergkamms zu dem Joch Colma di Sormano, welches ein beliebtes Ziel für Rennradfahrer ist. Jedoch fuhren wir recht zügig weiter, da wir ja erst ein Drittel der Tour hinter uns gebracht hatten.

Tag 3 3 nach Bocchetta di Terrabiotta klein

Immer den Forst Straßen breiten Wanderweg entlang erklommen wir endlich die Bocchetta di Terrabiotta, welche eine herrliche Aussicht über den Nordteil des Lago die Como preisgab. Einen Teil der Gruppe konnte sogar noch die Kraft aufbringen sich in Richtung Monte San Primo aufzumachen, welches nochmal 200hm in Anspruch nahm. Die Gipfelbesteigung wurde aber nicht gemacht, da es zu viel Kraft kosten würde (die Bikes hätten getragen werden müssten).

   Tag 3 5 Monte San Primo

Von nun ging es bergab. Es erwartete uns ein herrlicher Trail, welcher italienisch typisch, wieder mit losem Geröll unsere Konzentration forderte. In San Giovanni, beschlossen wir auf Grund der bereits gemachten Tour recht zügig die Rückfahrt entlang des Ufers anzutreten und somit auf Bellagio zu verzichten. Auf der Rückfahrt hieß es „Zähne zusammenbeißen und Kilometer machen“, ein auf und ab auf der vielbefahrenen Uferstraße in der prallen Sonne, mit bereits 2000hm in den Beinen wurde schweigend in Angriff genommen.

Nach ca. 20 km, (3/4 der Strecke) sammelte sich wieder die Gruppe bei einer malerisch gelegenen Bar und Pizzeria mit gigantischer Aussicht auf den Comer See. Während sich der Rest der Gruppe ausruhte, fuhr unser unermüdlicher Peter los um den Bus zu holen. Als er nach ca. 1,5h zurückkam, wurde noch das Mittag- und Abendessen nachgeholt. Anschließend wurde wieder alles sicher verstaut, die Bikes auf den Träger und in den Bus gepackt und die Rückfahrt angetreten. Nachdem uns Peter um 22.30Uhr wieder wohlbehalten zurückgebracht hat (ohne Pause oder Fahrerwechsel, eine beachtliche Leistung bei dem Touren umfang).

Es verabschiedeten sich alle Touren Teilnehmer herzlich und dankten Stefan für die großartige Touren Organisation.

Rückblickend waren es sehr schöne drei Touren Tage, an welchen wir durchgehend perfektes Wetter hatten, mit der Como-Bellagio Tour einem richtigen Tourenknaller zum Schluss.

Nochmal vielen Dank an Stefan für die perfekte Organisation und Peter für die beeindruckende Ausdauer-Leistung.

 

Bilder: Stefan, Olli, Peter, Patrick

Bericht: Patrick

Tag 1 2 Ankuft San Pellegrino Tag 2 4 Monte Linzone

Tag 3 1 Refugio Angelo Riella 

Tag 3 4 nach Bocchetta di Terrabiotta Tag 3 7 Bocchetta di Terrabiotta

Tag 3 8 San Giovanni Tag 3 9 Pizzeria