Kraxxler 2015: DAV Paddeltour auf dem Rhein

Bei dem herrlich warmen Wetter mit Temperaturen um die 30°C durften dabei natürlich auch ein paar Wasserbälle und Miniduschen nicht fehlen. Nach ein paar Pirouetten im Hafenbecken von Öhningen ging es dann endlich auf große Fahrt. Zuerst ganz ohne und dann mit immer mehr Strömung. Kurz vor Stein am Rhein warteten dann die ersten schönen Strömungswellen auf uns, die trotz „Chicken-Line“-Option (also einer Möglichkeit der einfachen Umfahrung), von der kompletten Gruppe als Herausforderung angenommen und gemeistert wurden.

Dieses Training war die perfekte Vorbereitung für die zahlreichen Begegnungen mit monsterwellenproduzierenden Ausflugsdampfern. Im Hafen von Stein am Rhein haben wir dann die erste kleine Pause eingelegt, um unserem jüngsten Mitpaddler (3 Jahre) ein kleines Highlight zu präsentieren: Die SLB Steiner Liliput Bahn. Das ist eine kleine Dampf und Diesel betriebene Gartenbahn, die in einem schön angelegten Park ihre Runden fährt. Nicht nur für die kleinen Leute ein echter Hingucker. Die großen nutzten die Pause für das Fachsimpeln über unsere unterschiedlichen Bootstypen und welches davon wohl am schnellsten fahren würde.

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Anschließend ging es mit vielen Badeeinlagen weiter. Vorbei an der Burg Hohenklingen, die ihren Namen nicht etwa aufgrund der vielen schwertgerüsteten Ritter, sondern durch die an ihren Bergflanken herunterdonnernden Tobelflüsse (mittelhochdeutsch klinge) erhalten hat. Physikalische Strömungsuntersuchungen einiger Gruppenteilnehmer wurden ebenfalls angestellt. Die Forscher sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Boote langsamer treiben als Schwimmer. Erstaunlich! Gut wenn dabei der auf dem Boot verbliebene Paddler auch mit Einpaddelantrieb hinterher kommt.

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Auf einem gemütlichen Sandstrand gab es Vesper und eiskalten Tee zur Stärkung. Ein paar Schwimmer versuchten eine stromaufwärts stehende Wiffe (Seezeichen zur Markierung der Fahrrinne) zu erreichen. Vater Rhein gewann einen Wettkampf nach dem Anderen und spülte die top motivierten Schwimmer immer wieder zurück in unser großes Kehrwasser. Eine vom  Guide ausgelobte Belohnung in Form von Schokoeis lies für einen Moment die Strömung schwächer erscheinen, reichte am Ende aber doch nicht aus.

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Die letzten beiden Kilometer konnten wir uns dann, bei einem leichten herrlich warmen Gegenwind, zum Ziel (dem Uferpark in Gailingen) treiben lassen. Es war ein wunderbarer Ausflug in einer für Alpinisten und Kletterer ungewöhnlichen Sportart, das allgemeine Fazit war jedoch eindeutig: Das war echt witzig, müssen wir unbedingt wieder machen!