Super-Kraxxler-Kart in der Silvretta

Kraxxler Kart

Mitte Januar 2017. Die Wettervorhersage ist spitze (Neuschnee am Freitag und Samstag, danach hübsch frostig), die Kletterhalle am Dienstag an einen Kletterkurs abgegeben und die Kraxxlervorsätze „auch mal was anderes als klettern“ auszuprobieren, noch frisch. Perfekte Bedingungen für einen nächtlichen Ausflug in die Silvretta.
Acht actionhungrige Athleten nehmen die Herausforderung an. Der Kampf um den Stern-Cup findet dieses Mal auf dem 5,5km langen Garfrescha-Night-Sled-Kurs statt. Auf zwei geschliffenen Eisenkufen sind elf enge Serpentinen und mehrere haarsträubende Steigungen zu bewältigen. Die durchschnittliche Rundenzeit zur Bewältigung der 637 Höhenmeter, die ja eigentlich Tiefenmeter sind, beträgt ca. 20 Minuten. Karachominuten, denn der Kurs hat eine der höchsten Schwierigkeiten im gesamten Silvrettagebiet.

Die Ausstattung der Kraxxler-Rennfahrer umfasst in diesem Jahr neben Helm, Skibrille und Handschuhen auch einige bunte Rücklichter. Damit ist auch bei anhaltender Dunkelheit jeder Fahrer eindeutig zu identifizieren, natürlich erst wenn er einen anderen überholt hat. Sicherheit steht schließlich immer ganz an vorderster Stelle.
Der Wettkampf findet im Grand-Prix-Modus statt und besteht aus fünf einzelnen Rennen. Top motiviert steigen die Kraxxler-Kart-Fahrer in den Lift zum Start. Schnell noch ein paar Infos austauschen und schon liegt sie vor uns. -15° Celsius kalt, hart präpariert und richtig steil! Im letzten Nachhall des Startschusses, der von den als dunkle Schattenrisse erkennbaren fernen Bergen reflektiert wurde, verschwinden die ersten Rennfahrer in einer pulvrigen Schneewolke.

Kraxxler-Kart

Beißend zieht der kalte Fahrtwind in jede nicht dicht verschlossene Ritze. Jetzt bloß nicht zu viel Wärmeenergie verlieren. Davon gibt es nur begrenzt und wer davon zu viel verliert, muss hinterher kostbare Zeit für einen Glühwein im „Rodelhüsli“ investieren. Kurve um Kurve wird gekämpft, die Strecke ist super, die Stimmung ebenfalls!
Vier Runden ändert sich außer den Platzierungen fast nichts. Beißende Kälte, ein hart kämpfendes Superathletenfeld und Serpentinen, jede Menge Serpentinen! Mit der vierten Zieldurchfahrt ist dann jedoch klar, dass sechs Teilnehmer dringend neue Lebensenergie tanken müssen. Auf dem Weg zum Startplatz-Lift biegen sie nach rechts in die „Rodelhüsli“-Box ab.

Nur Rainer-„Luigi“ H. und Harald-„Donkey Kong Jr“ B. erreichen mit vereinten Kräften noch den letzten Lift in die Sterne. Stille, nur der ferne Klang der Schneekanonen ist zu hören. Peng, Startschuss. Bis zur ersten Kurve quietscht der Schnee unter den Kufen, dann wird es steil! Die zwei umzirkeln geschickt die mittlerweile zahlreich vorhandenen Hindernisslöcher. Bloß keinen Fehler machen.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 50 Stundenkilometern rauscht der dunkle Wald nur so links und rechts vorbei. Vor dem letzten Steilstück ist viel Verkehr, rechts vorbei und –wusch- hinab in die letzte Kurve. Das gelbe Blitzen der Zieleinfahrt kündigt das Ende des Januar-Grand-Prix an. Luigi zieht mit seinem grellblauen Rücklicht knapp vor der Linie an seinem Konkurrenten vorbei. Wieder einmal ist er der Schnellste.

Mit einer fetten Boxengassenparty endet der bisher ungewöhnlichste Kraxxlerevent 2017. Wir sind gespannt was da noch so kommt und freuen uns schon auf den nächsten Winter, wenn es wieder heißt: Auf die Plätze, Kraxxler, los!!!

 

Stimmen zum Event:
„Die Rennmaschinen sind ausreichend leicht zu handeln und macht selbst nach stundenlangem Rennen noch irre Spass, die Location ist sehr nett gemacht und auch die Spezialfähigkeiten der einzelnen Fahrer sind super ausgewogen.“ Janick „Mario“ M.

„Sobald der Name „Super-Kraxxler-Kart“ fällt, brechen die meisten Sportkletterer in Freudenschreie aus. Kein Non-Kletter-Event kann sich mit solch einer großen Fangemeinde brüsten. Als das Event für das DAV-Friedrichshafen Entertainment System (DAVFNES) erschien, rechnete niemand mit so einem Erfolg. Wenn acht der Kraxxler-Charaktere in ihre Karts steigen, ist 100%iger Freizeitspaß garantiert.“ Nicole „Peach“ P.

 

Bild Kart: Skischuleklausberg.de, bearbeitet von H. Birth
Bild Rodler: H. Birth