Wohnen wie die Eskimos

Nachdem im letzten Jahr wegen Schneemangel nur ein eintägiger Iglu-Ausflug möglich war, sollte es dieses Mal nicht an Schnee mangeln.

In der Jubi erhielten wir die benötigten Schneesägen und Schaufeln und gleich ging es weiter zum Oberjoch. In 6 Stunden mussten für 17 Personen Iglus in ausreichender Menge gebaut werden. An einer geeigneten Stelle wurde erst einmal die Schnnebeschaffenheit geprüft und ein Schneebruch eingerichtet. Mit viel Elan machten sich alle daran, das erste Iglu zu errichten. Zügig war es errichtet und schon ging es an das nächste. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bis zum Mittag die Luft bei allen raus ist und es nur noch schleppend voran geht. Also mussten bis dahin möglichst viele Iglus fertig sein.

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Stein um Stein wurde aus dem Schneebruch zu den Iglus geschafft und mit Sorgfalt gestapelt. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Wand immer weiter nach innen neigt, so dass zum Schluss nur noch der Kopf der innen stehenden Baumeister herausschaut. Dann kommt der Schlussstein oben drauf und fertig ist das Iglu! Nun muss noch von innen und außen, unter dem Iglu durch ein Gang gegraben werden. Zum Schluss werden noch alle Löcher und Ritzen gestopft, damit die Wärme innen bleibt.

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Kurz bevor es anfing zu regnen, wurde das fünfte und letzte Iglu fertig. Wir packten alles zusammen und fuhren zurück zur Jubi, um die nasse Kleidung zu wechseln und uns aufzuwärmen. Die Jugendlichen beschäftigten sich bis zum Abendessen mit spielen und bouldern. Nach dem Abendessen ging es wieder zu den Iglus, um sie gemütlich einzurichten. Da es immer noch leicht regnete, zog es die ersten auch gleich in die Schlafsäcke.

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In der Nacht war es den einen warm, den anderen etwas kalt und auch teilweise feucht. Der Regen drückte durch die Iglus und sammelte sich vereinzelt an Ecken und Kanten. Aber alle hielten durch und wie es so ist, haben die Jugendlichen mit solchen Unannehmlichkeiten weniger Probleme als die Erwachsenen.

In der Nacht ging der Regen in Schnee über und so wurden wir mit etwas Neuschnee überrascht. Nachdem die Letzten aus den Iglus gekrochen waren, wurde gepackt und wir machten uns zur Jubi auf, um ein ausgiebiges Frühstück zu genießen.

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Den Abschluß dieses Wochenendes bildete ein Badetag im Wonnemar.