Pitztaler Hochtouren

 

Die Wettervorhersage trieb uns samstags dann früh aus den Federn, und so starteten wir unsere Tour auf den Linken Fernerkogel (3278m). In 5er-Seilschaft ging es durch mal mehr, mal weniger spaltiges Gelände über den Hangenden Ferner in Richtung Gipfel, den wir nach guten 500hm in bester Stimmung erreichten. Aussicht war uns leider vor lauter Nebel und Wolken nicht vergönnt, dafür wurde die Gipfelbesteigung von manch einem auf besondere Weise „begossen“.

Nach der Rückkehr verbrachten wir den restlichen Nachmittag auf der Hütte – die einen eher verschlafen, die anderen beim Klettern an der Hauswand.

Am nächsten Morgen ging es wiederum früh raus, diesmal mit dem Ziel Mittelbergjoch. Nach einer Querung des Mittelbergferners bekamen wir einen deutlichen Eindruck, wie schnell die Gletscher hier abschmelzen: zwischen zwei vor wenigen Jahren noch verbundenen Teilen des Mittelbergferners befand sich nun eine Lücke von mehreren hundert Metern. Obwohl die Landschaft hier am Rande des Pitztaler Skigebiets durch die Lifte durchaus verschandelt war, wurde es eine sehr schöne Tour. Über aperen Gletscher ging es gleichmäßig bergan, erst für die letzten Meter musste aufgrund des vorhandenen Schnees eine Seilschaft gebildet werden. Mit Blick auf die Wildspitze verbrachten wir die wohverdiente Pause auf dem Joch, bevor es dann wieder an den Abstieg ging.

Auf dem Rückweg von der Hütte zum Auto passierte dann, was wir eigentlich viel öfter erwartet hatten: es regnete. Nachdem wir in Sölden schließlich zum Abschluss noch zu einem längeren noch viel verregneteren Aufenthalt gezwungen wurden (für den Ötztaler Radmarathon war die Straße gesperrt), kamen wir dann spät aber glücklich wieder in Friedrichshafen an.

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So, und jetzt heißt’s Daumen drücken, dass das Wetter nächstes Mal mehr hergibt – denn dann steht die Wildspitze an!

 

Von Lena Reuer