Auf Fels und Wasser im Donautal

Am Samstag 26. Mai folgten wir der Einladung von Sarah und Kai ins Donautal. Gleich zum frühen Morgen starteten 15 Leute aus Friedrichshafen zum Ebinger Haus direkt unter dem Stuhlfels.

Nachdem wir nach und nach alle eingetroffen waren, stellten wir fest, dass die erste kleine „Bergetappe“ bereits der Weg zu Hütte war. Aber wir wollten ja auch in die Berge. Also Ausrüstung und Essen geschultert und gleich in der Hütte verteilt.

Während sich der eine oder andere an der Kletterwand vorm Ebinger Haus beim "Hütten-Bouldern" versuchte, wurden die ersten Seilschaften eingeteilt und machten sich dann zeitnah auf dem Weg zu den Felsen.

Eine Gruppe versuchte sich am Stuhfels, während eine zweite in Richtung Eigerturm und Hausener Wand aufbrach. Andere konnten es nicht erwarten, sich in die Fluten der Donau zu stürzen und brachen zum Kanufahren auf. Es wurde bis in die späten Stunden geklettert und gepaddelt. Darum war der Hunger auch groß und der Grill wurde sofort nach der Rückkehr mit vielen Leckereien bestückt. Nur ein paar unserer Kletterer hatten sich zu später Stunde noch einen zu langen Weg vorgenommen und wurden noch am Felsen hängend zum Essen gerufen. Aber auch diese kamen sicher wieder an und so konnte der erste Abend bei Stockbrot und Bier ausklingen.

Der Sonntag startet für einige Kletterfreunde ziemlich früh, da am Vortag schon zu sehen war, dass der Stuhlfels sehr schnell sehr voll wird. So brachen zwei Seilschaften schon um acht in diese Richtung auf und machten sich an den Aufstieg. Zur Belohnung konnten sie den Sonnenaufgang über dem schönen Donautal geniessen.

Auch die Wanderer machten sich zeitig auf den Weg, um die Donau von oben per Pedes zu erkunden. Auf halbem Weg wurden sie von Harald und Irene überrascht, die ausgerüstet mit Gaskocher und Topf der Wandergruppe auf dem Schaufelsen einen frisch gebrühten Kaffee servierten. Abends hielten wir am Erfolgskonzept Grillen fest und nutzten die Gelegenheit, uns mit dem Hüttenwart anzufreunden.

Nach einer kleinen Runde Königsschach vor der Hütte hatten wir uns an diesem Abend noch etwas Besonderes vorgenommen. Harald, der die Strecke vorher ausgekundschaftet hatte, führte uns im Fackelschein den Wanderweg zum Stuhfels hinauf. Eine Zweierseilschaft nutze dabei die Abkürzung über die Gotzmannkante und wagte im Stirnlampenlicht eine Nachtbegehung des Stuhlfelsens. Von dort ging es für alle zusammen über eine Burgruine zurück zum Ebinger Haus, wo die meisten ziemlich schnell ins Bett fielen. Hatte man doch am Montag noch einiges geplant.

So starteten wir nach einem letzten gemeinsamen Frühstück sogleich zum Bootsverleih. Während sich die Fahrer um den Transport der Leute kümmerten, spielten andere am noch eine schnelle Runde Königsschach. Eine halbe Stunde später hatten wir dann unsere Boote und nach einer kurzen Einweisung ging es in die (hier gar nicht so blaue) Donau.
Schnell hatten wir uns an die neue Umgebung im Wasser gewöhnt und nahmen Fahrt auf. Einige wurden auch bald übermütig und so mancher Wasserspritzer flog in Richtung der anderen Boote. Das endete in exzessiven Wasserschlachten von Boot zu Boot. Doch wer austeilt muss auch einstecken können. Leider traf dies nicht auf jenes Boot zu und so gingen einige unserer Freunde in der (immer noch nicht so blauen) Donau baden.

Unter Anleitung von fachkundigen Paddlern wurde das Boot aber schnell wieder schiffbar gemacht und die Reise konnte weitergehen. Die Durchfahrt eines Wehres und einer Wasserrutsche versüßten die Fahrt ebenso wie ein kleiner Zwischenstopp mit Kaffee und Kuchen.

In Sigmaringen angekommen genossen wir zum Ausklang noch die Sigmaringer Balkanküche, und so ging ein wunderschönes Wochenende zu Ende. Viele Späße wurden gemacht und der eine oder andere hat auch viel gelernt - und waren es nur die Namen der Gruppenmitglieder. Danke an Kai und Sarah für die Organisation und wir freuen uns alle auf eine Wiederholung im näächsten Jahr. Und ein neuer Freund, der Hüttenwart im Ebinger Haus, freut sich auch schon auf uns.

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[Text von Sebastian Schmidt]