Im goldenen Oktober auf den Großen Krottenkopf

Es war definitiv eine der etwas längeren Touren der ALPINplus dieses Jahr. Im Programm standen satte 2300 hm, was den Teilnehmerkreis zwar etwas eingeschränkt hatte. Aber für den höchsten Berg der Allgäuer Alpen darf man auch mal etwas länger unterwegs sein. Am Ende waren es dann doch „nur“ etwas mehr als 1900 hm – die Überschreitung der Rothornspitze haben wir ausgelassen – aber müde war am Abend jeder.

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Zu fünft sind wir morgens kurz nach 5 Uhr von Friedrichshafen aus gestartet um rechtzeitig von Elbigenalp aus loszulaufen. Zu Beginn ging es über den Lechtaler Panoramaweg, der besonders zu dieser Jahreszeit wenn sich die Blätter verfärben im Schein der ersten Sonnenstrahlen des Tages gezeigt hat, warum der Monat oft auch goldener Oktober genannt wird. Im Schatten der Rothornspitze hatten wir dann auch erste Berührungen mit den Schneeresten, welche noch von den Niederschlägen in den Tagen zuvor übrig waren und konnten uns schon etwas darauf einstellen, was uns später weiter oben erwarten sollte.

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Weiter ging es um die Ramstalspitze herum, bis wir unser Ziel, den Großen Krottenkopf mit 2656 Metern unmittelbar vor uns hatten. Über einen bröseligen Weg ging es hinauf zur Scharte und dann das letzte Stück direkt hoch zum Gipfel.

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Die ein oder andere leichte Kletterstelle (das allermeiste im 1. Grad) musste dabei überwunden werden. Die eigentliche Schlüsselstelle wartete aber an der Scharte auf uns. Der markierte und eigentlich Seilversicherte Weg war zu verschneit und steil um ihn guten Gewissens gehen zu können, dass wir eine Lücke in der Schneewechte genutzt haben um nach unten zu kommen.

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Der restliche Weg durch das Hermannskar und das Birgerkar konnten wir ohne weitere Schwierigkeiten und mit viel Panorama fortsetzen bis wir an der Hermann von Barth Hütte angekommen sind, wo wir nach einem leckeren Abendessen und Sternschnuppengucken die Nacht verbracht haben.

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Wie schon gesagt, es waren alle müde und auf die letzten 1000 hm Abstieg plus die Heimfahrt, die wir am Sonntag nach einem gemütlichen Frühstück und einem Kaffee am Kasermandl angegangen sind, hatte am großen Wandertag niemand mehr Lust ;-)

 

Bericht: Peter Elkenkamp

Bilder: Peter Elkenkamp und Andreas Rauscher